Herzogenaurach
Lebensretter

BRK zeichnet gemeinsam mit Bürgermeistern zahlreiche treue Blutspender aus

Bis zu drei Leben können schon mit nur einer Blutspende gerettet werden. Eine ganz besondere Ehrung verdienen damit die Spender, die sich für ihre Mitbürger schon bis zu 125 Mal an die Nadel legen lie...
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Diese Blutspender wurden geehrt. Zusammen haben sie rund 1400 Liter Blut gegeben, um Leben zu retten. Foto: BRK
Diese Blutspender wurden geehrt. Zusammen haben sie rund 1400 Liter Blut gegeben, um Leben zu retten. Foto: BRK

Bis zu drei Leben können schon mit nur einer Blutspende gerettet werden. Eine ganz besondere Ehrung verdienen damit die Spender, die sich für ihre Mitbürger schon bis zu 125 Mal an die Nadel legen ließen.

In der BRK-Rettungswache zeichnete die stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbands, Alexandra Hiersemann, mit Kreisgeschäftsführerin Beate Ulonska die engagierten Blutspender aus Herzogenaurach, Heßdorf, Aurachtal, Großenseebach und Weisendorf aus.

"Ein kleiner Pieks, eine Angelegenheit von einer halben Stunde - es scheint so einfach und ist doch von so großer Bedeutung", so Alexandra Hiersemann in ihrer Dankesrede. "Mit Ihrer Bereitschaft, wiederholt Blut zu spenden, 50, 75 und sogar 100 und 125 Mal - haben Sie schon viele Leben gerettet."

Dass die Spenden keineswegs immer professionell aufbereitet wurden, illustrierte Hiersemann mit einer Anekdote zur wohl allerersten Blutspende: Danach gab man im Juli 1492 dem im Sterben liegenden Papst Innozenz VIII. das Blut dreier zehnjähriger Knaben zu trinken. Man erhoffte sich dadurch die Verjüngung des betagten Kirchenfürsten. Leider müsse man sagen, dass das Ergebnis ein vorhersehbar trauriges war: Erst starben die Knaben, dann der Papst.

Ein paar Jahrhunderte habe es gedauert, bis man diese "eher untauglichen" Methoden so verfeinert hatte, dass 1818 die erste Transfusion von Mensch zu Mensch stattfinden konnte.

Dem herzlichen Dank, stellvertretend auch im Namen aller Spendenempfänger, schloss sich Bürgermeister German Hacker im Namen aller anwesenden Bürgermeister an.

Über die individuelle Gratulation mit Urkunden, Ehrennadeln, einer Flasche Wein und einer kleinen Überraschung, die die Bürgermeister für "ihre" jeweiligen Spender überreichten, freuten sich die Spender sichtlich. Sie versicherten dabei einhellig, dass das Blutspenden heutzutage auch wesentlich angenehmer als 1492 sei und sie sogar von dessen positiver Auswirkung auf ihr Wohlbefinden überzeugt seien.

Am Buffet stärkten sich danach alle, während sich eine Abordnung der Feldküche des Roten Kreuzes um den Flüssigkeitshaushalt kümmerte. In recht familiärer Atmosphäre bei lebhaften Gesprächen nahm dann "der gemütliche Teil des Abends" seinen Lauf.

Interessierte konnten unter der Führung der ehrenamtlichen Sanitäter von der Bereitschaft Herzogenaurach dann auch noch die gesamte Rettungswache besichtigen, was großen Anklang fand.

Zum Abschluss des Abends nahmen Alexandra Hiersemann und Beate Ulonska Bürgermeister German Hacker in die Pflicht: Sie verabredeten sich mit ihm zur gemeinsamen Blutspende im Herbst.

Gemeinsam bringen es die geehrten Spender auf stolze 2825 Blutspenden mit einem Volumen von gesamt fast nicht vorstellbaren 1400 Litern.

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