Herzogenaurach
Planungsausschuss

Bringt Isek-Prozess autofreien Samstag?

bernhard Panzer Die Stadt hat gemeinsam mit dem Leipziger Planungsbüro für Urbane Projekte im Jahr 2017 mit der Erstellung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (Isek)begonnen. Jetzt...
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bernhard Panzer Die Stadt hat gemeinsam mit dem Leipziger Planungsbüro für Urbane Projekte im Jahr 2017 mit der Erstellung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (Isek)begonnen. Jetzt geht der Prozess seinem Ende zu, der Planungsausschuss sprach am Dienstagabend auch über Ideen, die beim zweiten öffentlichen Forum jüngst im Jugendhaus rabatz eingeflossen sind. Am 29. November soll der Stadtrat die beschlossenen Maßnahmen dann auf den Weg bringen. Der Planungsausschuss hat seine Empfehlung hierfür jetzt einstimmig ausgesprochen.

Aus Leipzig waren erneut Andreas Paul und Christiane Kornhaß angereist. Paul erinnerte an die letzte Sitzung vor einem Monat, als man umfänglich das umfangreiche Isek-Papier vorgestellt hatte. Tags darauf ging es ins zweite Forum.

Auf 19 Seiten sind die Anregungen aus dem Ideen-Amt aufgelistet worden. Man habe die Sammlung einfach so übernommen und nichts daran verändert. Manches sei schlicht nicht machbar, anderes wiederhole sich. Die ausführliche Dokumentation findet sich auf der Webseite der Stadt.

Bürgermeister German Hacker (SPD) betonte, wie wichtig der Blick von außen auf die Entwicklung der Stadt sei und stellte fest, dass alle Anregungen aber auch nur "eine Blitzlichtaufnahme eines bestimmten Zeitabschnittes" sein könnten. Außerdem habe die Realität ein Nadelöhr: das Personal und auch die Finanzen.

Schnittstelle Schütt

Konrad Körner (CSU) fand "schon viel schönes dabei", vor allem aus dem Ideenamt. Über viele Ideen könne man durchaus diskutieren. Andere Dinge seien aber eher skeptisch zu betrachten. So zweifelt Körner an der Mobilitäts-Schnittstelle an der Schütt, wenn erst einmal die Stadt-Umland-Bahn nach Herzogenaurach fährt und sich der Bahnhof bei Schaeffler befinde. Auch das Thema "Autofreier Samstag" sei zu diskutieren. Den habe man auch deshalb mit aufgenommen, weil das Auto ja in jeder Stadt ein Thema sei, sagte Paul. Man müsse natürlich auch den Radverkehr attraktiver machen. Aber es gelte ebenso, etwas experimentell zu erproben - vielleicht ja einen solchen autofreien Samstag.

Körners Fraktionskollege Kurt Zollhöfer gab zu, anfangs über den Beschlussvorschlag gegrummelt zu haben. Weil darin aber auch steht, dass die jeweilige Zustimmung zu den Maßnahmen unter Vorbehalt geschieht, könne er zustimmen. Man müsse einzeln hinschauen, ob etwas sinnvoll oder erst gar nicht vorstellbar erscheint.

Ein Dauerbrenner unter den abgegebenen Ideen ist das Kino. Freilich könne Herzogenaurach kein eigenes Kino bauen. Aber man könne öffentlichen Raum temporär hierfür nutzen, wie schon jetzt im rabatz. Hierfür erscheint auch ein Bürgerzentrum geeignet, wie es von der Stadt ja auf dem Hubmann-Parkplatz angedacht war, aber erstmal zurückgestellt wurde.

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