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Dormitz
Dormitz.infranken.de  Bamberger Symphoniker gastierten anlässlich der 875-Jahr-Feier in der Pfarrkirche "Zu unserer Lieben Frau".

Brillantes Festkonzert in Dormitz

Es hätte etwas gefehlt im Jubiläumsjahr "875 Jahre Dormitz", hätten nicht einige Initiatoren die Idee zu einem Festkonzert in der Dormitzer Kirche gehabt. D...
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Das Streichquartett der Bamberger Symphoniker mit Trompeter Markus Mester (l.) und Sopranistin Uta Mester (r.) Foto: Günter Popp
Das Streichquartett der Bamberger Symphoniker mit Trompeter Markus Mester (l.) und Sopranistin Uta Mester (r.) Foto: Günter Popp
Es hätte etwas gefehlt im Jubiläumsjahr "875 Jahre Dormitz", hätten nicht einige Initiatoren die Idee zu einem Festkonzert in der Dormitzer Kirche gehabt. Durch persönliche Kontakte zu Musikern der Bamberger Symphoniker ist es mit Hilfe des Pfarrgemeinderates, des Gesangvereins Cäcilia Dormitz und des Veranstalters, die Gemeinde Dormitz, gelungen, das Bamberger Streichquartett, die Solisten Uta Mester nebst ihrem Ehemann, dem Solo-Trompeter der Bamberger Symphoniker Markus Mester für ein festliches Konzert zu gewinnen.
Es war ein strahlendes niveauvolles Konzert, das von vielen Besuchern als absoluter Höhepunkt in der Veranstaltungsserie zur 875-Jahr-Feier eingeschätzt wurde.
Man kann sich für so ein Ereignis keinen würdevolleren Ort als die spätgotisch-barocke Pfarrkirche "Zu unserer lieben Frau" denken. In seiner tiefgründigen, aber auch humorvollen Moderation wies Cellist Karlheinz Busch immer wieder auf die hervorragende Akustik dieses Gotteshauses hin, in dem die Töne "wie von selbst kommen". Klangvoll und glasklar erreichten die Klänge auch die Zuhörer in den hintersten Reihen und auf der Empore der vollbesetzten Kirche.
Das Programm war geschickt sowohl mit populären Klassik-Hits als auch mit weniger bekannten Werken bestückt. Großen Anteil an der festlichen Stimmung hatte Raul Teo Arias, der im dreisätzigen Concerto grosso mit dem "Herbst" aus den "Vier Jahreszeiten" von Antonio Vivaldi mit seiner Solo-Violine atemberaubend brillierte. Trompeter Markus Mester überstrahlte die Streicher in einer Händel-Suite mit warmem, kraftvollem Ton und makelloser Intonation in schwindelerregender Höhe. Er war auch Solist beim Finale "Sound the trumpet" aus der Feder des barocken englischen Komponisten Henry Purcell. Mozarts "Salzburger Sinfonie" geriet zu einem Fest der Töne; man sah den Musikern an, dass sie mit dieser virtuosen Musik ihren Spaß hatten. Der 16-jährige Mozart, eröffnete seinerzeit ein ganz neues Kapitel der Quartett-Komposition.


Sinnliche Klänge

Uta Mester interpretierte meisterhaft mit ihrer warmen charaktervollen Stimme eher weniger bekannte Arien von Rossini ("O salutaris hostia" aus der "Petite messe solennelle) und harmonisch kühne und dramatische Gesänge von Guiseppe Verdi. Als verblüffende Ausnahme geriet das selten gehörte "Adagio g-moll" für Streicher von Tomaso Albinoni.
Man glaubte fast, dass in der Apsis ein ganzes Orchester musiziert; so dicht und klangsinnlich webte das Bamberger Streichquartett die Töne zu einer schier endlos dahinströmenden Melodie. Das tief beeindruckte Publikum dankte mit frenetischem und langanhaltendem Beifall.
Siegfried Brückner

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