Kulmbach
kulmbach.inFranken.de 

Brigitte Seyß als Glücksfall für die Awo

Die Jahreshauptversammlung des Awo-Ortsvereins stand ganz im Zeichen der Ehrung von Brigitte Seyß, die für ihre ehrenamtlich, aktive Mitarbeit in der Awo-Familie das Ehrenzeichen erhielt. Ehrenvorsitz...
Artikel drucken Artikel einbetten
Das Ehrenzeichen für ehrenamtlich, aktive Mitarbeit im Heiner-Stenglein-Senioren- und Pflegeheim wurde an Brigitte Seyß verliehen. Das Bild zeigt (von links) stellvertretenden Awo-Kreisvorsitzenden Rudi Müller, Awo-Ortsvorsitzenden Hartmut Rochholz, Brigitte Seyß, Stadtrat Ingo Lehmann und Awo-Ehrenvorsitzenden Oskar Schmidt.  Foto: Werner Reißaus
Das Ehrenzeichen für ehrenamtlich, aktive Mitarbeit im Heiner-Stenglein-Senioren- und Pflegeheim wurde an Brigitte Seyß verliehen. Das Bild zeigt (von links) stellvertretenden Awo-Kreisvorsitzenden Rudi Müller, Awo-Ortsvorsitzenden Hartmut Rochholz, Brigitte Seyß, Stadtrat Ingo Lehmann und Awo-Ehrenvorsitzenden Oskar Schmidt. Foto: Werner Reißaus

Die Jahreshauptversammlung des Awo-Ortsvereins stand ganz im Zeichen der Ehrung von Brigitte Seyß, die für ihre ehrenamtlich, aktive Mitarbeit in der Awo-Familie das Ehrenzeichen erhielt. Ehrenvorsitzender Oskar Schmidt nahm die Ehrung gemeinsam mit Awo-Ortsvorsitzendem Hartmut Rochholz vor: "Sehen Sie das als ein persönliches Dankeschön voller Respekt und Hochachtung für Ihr soziales Tun, ein Dank von allen Heimbewohnern des Heiner-Stenglein-Senioren- und Pflegeheims, die ihre liebevolle Betreuung erfahren dürfen."

Ehrenvorsitzender Oskar Schmidt verwies darauf, dass es in einer Gesellschaft, die sich zum großen Teil nur noch über Geld steuere, vielleicht für so manchen veraltet und weltfremd erscheine, wenn sich Bürger für andere, hilfsbedürftige, kranke, behinderte und alte Menschen engagieren, ohne irgendeine finanzielle Entschädigung zu erwarten.

Mit Bürgerpreis geehrt

So habe sich Brigitte Seyß, die auch schon mit dem Bürgerpreis der Bayerischen Rundschau ausgezeichnet wurde, mit beispiellosem Engagement in den täglichen Betreuungsablauf der Einrichtung eingebracht.

Ehrenvorsitzender Oskar Schmidt: "Es war wohltuend, Sie in unserer Einrichtung zu wissen. Sie waren Mitglied des Heimbeirates, dessen Vorsitz Sie zwischenzeitlich übernommen haben, kümmern sich um Heimbewohner und deren Angehörige, gestalten Kaffeetafeln und Ausflüge und vermitteln in Problemfällen zwischen Heimbewohnern und Mitarbeitern. Ihre sehr freundliche, nette und hilfsbereite Art macht Sie überall gleichermaßen beliebt. Wenn man das Haus betritt, kann man hören, ob Sie anwesend sind. Wo Sie sich aufhalten, wird gelacht, da spürt man Freude und das Leben."

Dank und Respekt

Mit der Verleihung des Ehrenzeichens für ehrenamtliche, aktive Mitarbeit wurde höchster Dank für die Menschlichkeit und Solidarität in der Gesellschaft zum Ausdruck gebracht.

Awo-Ortsvereinsvorsitzender Hartmut Rochholz berichtete, dass die Arbeiten im Heiner-Stenglein-Senioren- und Pflegeheim abgeschlossen sind. Neu hinzugekommen ist der Parkplatz an der Einrichtung. Rochholz dazu: "Dazu wurde das Haus von der Baugenossenschaft gekauft, abgerissen und als Parkplatz hergerichtet, der an dieser Stelle dringend erforderlich ist."

Im April letzten Jahres erfolgte der Spatenstich für die künftige Senioren-Tagespflegestation in Trebgast, und im Mai konnte die neue Aufzuganlage in der Karl-Herold-Seniorenwohnanlage in Betrieb genommen werden. Der stellvertretende Awo-Kreisvorsitzende weiter: "Für dieses Seniorenheim hat sich auch eine grundsätzliche Änderung ergeben. Bisher waren die Grundstücksbesitzer wir, die Stadt und die Bürgerhospitalstiftung. Die Grundstücke der Stadt und der Bürgerhospitalstiftung wurden nun von uns gekauft und somit eine Grundlage geschaffen, dass wir die Brenkstraße grundlegend sanieren können."

Nächste größere Aufgabe

Die Brandschutzertüchtigung im Seniorenheim wird die nächste größere Aufgabe für den Awo-Kreisverband sein. Aus der Arbeit des Awo-Ortsvereins Kulmbach berichtete Hartmut Rochholz, dass der Mitgliederbestand derzeit bei 800 Personen liegt. In den Awo-Ortsverein Kulmbach wurden auch die Mitglieder vom Ortsverein Burghaig aufgenommen, der sich aufgelöst hatte.

Ortsvorsitzender Rochholz befürchtete allerdings, dass sich der allgemeine Trend fortsetzt, in Zukunft weniger Mitglieder zu haben: "Früher war es so, dass jemand in die Awo eingetreten ist, um die Sache, die Bewegung zu unterstützen. Jetzt wird oft nur ein Mitgliedsantrag unterschrieben, wenn man etwas braucht, zum Beispiel einen Krippen- oder Kindergartenplatz. Wird das Kind dann eingeschult, kündigt man und erinnert sich erst wieder an die Awo, wenn die Eltern ins Heim sollen."

Gut besucht

Gut besucht waren im zurückliegenden Jahr die Gymnastikgruppen mit drei verschiedenen Angeboten im "Siedlerglück" und in der Seniorenwohnanlage in der Brenkstraße, wie der Vorsitzende erklärte.

Nicht unerwähnt ließ Hartmut Rochholz auch die Altenclubs und kündigte zwei Termine für 2019 an: 21. Juli: Führung mit Erich Olbrich im neuen Friedhof und 22. November: Bildervortrag von Erich Olbrich im "Siedlerglück" unter dem Motto "Kulmbach in der Zeit der NSDAP". Werner Reißaus

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren