Weisendorf

Bratwurst und Sauerkraut

Die Weisendorfer Kerwa begann traditionell mit dem Kesselfleischessen bei den Heimatfreunden.
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Karl Kaiser beim Musizieren Fotos: Manfred Welker
Karl Kaiser beim Musizieren Fotos: Manfred Welker
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Die Aktiven des Heimatvereins Weisendorf sind der Überzeugung, dass eine fränkische Kerwa mit einem Kesselfleischessen am Donnerstag beginnt. Daher hatten sie wieder beim Museumsgebäude die besten Sachen aus dem Wurstkessel im Angebot.

Dass die Weisendorfer Kerwa eigentlich beim Heimatvereinsmuseum startet, hat sich inzwischen herumgesprochen, und so war das Interesse wieder groß. Die Interessenten hatten es sich auf Bänken vor dem Museumsgebäude bequem gemacht. Nachdem die erste Essenslieferung, Tatar (fränkisches Sushi) und Kesselfleisch, in Weisendorf da war, ging es darum, Blut- und Leberwürste zu machen und in den Kessel zu geben. Die Würste kamen dann zur Mittagszeit in Weisendorf auf den Teller. Auch für die Liebhaber von Kaffee und Kuchen war gesorgt, es gab fränkische "Küchla" von Inge Muggenhöfer.

Der Heimatverein hatte alles gut durchorganisiert ; auch spontane Besucher konnten sich unangemeldet das Kesselfleisch munden lassen. Es zeigten sich auch die persönlichen Vorlieben. Ob Bauch, Ohr, Rüssel oder Zunge: Jeder konnte ordern, was ihm besonders schmeckt. Bei der Ausgabe sorgten Inge Muggenhöfer und Gisela Engelhardt für einen reibungslosen Ablauf. Organisator war der Heimatverein, der an seinem Museumsgebäude die Möglichkeit dazu bot. Für die Betreuung der Gäste waren zahlreiche Helfer sowohl bei der Essensausgabe als auch beim Getränkeausschank nötig. Lothar Riks sorgte dafür, dass niemand Durst leiden musste.

Bei Interesse konnte das Heimatmuseum besichtigt werden, das inzwischen gut bestückt ist. Dazu zählen die Ausstattung einer Schmiede und einer Schusterswerkstatt sowie ein aufwendiges Seilergeschirr aus dem 19. Jahrhundert.

Ode ans "Madla von der Gmaa"

Für die musikalische Umrahmung sorgte Karl Kaiser aus Weisendorf mit seiner Quetschn. Er unterstützte die Weisendorfer mit Kerwasliedern beim Einsingen auf ihr großes Fest am Wochenende vor allem mit Polka- und Walzermelodien. Er verwendet ein richtiges Akkordeon, mit dem alle zwölf Tonarten zu spielen sind, kein Knopfakkordeon.

Als die Mitarbeiter aus dem nahen Weisendorfer Rathaus zum Heimatvereinsmuseum gelaufen kamen, stimmte er passend dazu "Ich bin des Madla vo der Gmaa" an. Auch die Mitarbeiter des Bauhofs kamen gern zum Heimatvereinsgelände, um es sich schmecken zu lassen.

Jeder im Gründungsjahr des Heimatvereins (1979) Geborene erhielt einen Verzehrgutschein.

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