Eltmann

Botschafter für ein besseres Klima

Andreas Berninger und Moritz Hempfling haben an der Eltmanner Realschule eine besondere Aufgabe.
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Die beiden neuen Botschafter für Klimagerechtigkeit an der Wallburg-Realschule Eltmann, Andreas Berninger und Moritz Hempfling, denen Realschuldirektorin Manuela Küfner (von links) gratulierte  Foto: Günther Geiling
Die beiden neuen Botschafter für Klimagerechtigkeit an der Wallburg-Realschule Eltmann, Andreas Berninger und Moritz Hempfling, denen Realschuldirektorin Manuela Küfner (von links) gratulierte Foto: Günther Geiling

"Es ist aufregend, den anderen Menschen zu zeigen, wie sich das Klima auf unser Leben auswirken kann. Das motiviert mich dazu, diese Botschaft an so viele Menschen wie möglich weiterzuleiten", erklärt Andreas Berninger aus der Klasse 7c der Eltmanner Realschule, wenn er nach seiner Motivation für den Klimaschutz gefragt wird. Er und sein Klassenkamerad Moritz Hempfling wurden nun im Rahmen einer "Plant-for-the-Planet-Akademie" zu "Botschaftern für Klimagerechtigkeit" ernannt.

In einer solchen Akademie lernen Kinder konkret, wie die Klimakrise ihre Zukunft und das Leben von Menschen weltweit bedroht. Die Akademien sind als offizielle Maßnahmen der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet und werden vom Bundesumweltministerium empfohlen.

"Plant-for-the-Planet" ist eine Kinder- und Jugendinitiative, die im Jahre 2007 von dem damals neunjährigen Felix Finkbeiner ins Leben gerufen wurde. Für dieses Engagement ist der Gründer im Mai 2018 von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt worden.

Die Problematik der Klimagerechtigkeit hören die Teilnehmer nicht von einem Erwachsenen, sondern von anderen Kindern, denn Kinder hören Gleichaltrigen viel lieber zu. In der Rudolf-Steiner-Schule in Coburg bildeten so Kinder andere Kinder zu Botschaftern für Klimagerechtigkeit aus, pflanzten gemeinsam Bäume und lernten Spannendes zum Klimaschutz kennen.

Aktionen für die Zukunft

Andreas Berninger fand vor allem den Kohlendioxid-Ausstoß der verschiedenen Kontinente oder das Schmelzen des Nordpols interessant. Die Kinder entwickelten anschließend in Gruppen selbst Aktionen für ihre Zukunft und pflanzten mit ihren eigenen Händen 150 Bäume, was Moritz Hempfling besonders gefiel.

Dann schulte ein Rhetoriktraining die Kinder im selbstsicheren Auftreten. Die beiden Eltmanner Realschüler setzten ihr Training gleich in der Praxis um und hielten Vorträge über Treibhauseffekt, die Fotosynthese oder die Arktis. Bei dem Vortrag waren auch die Eltern der beiden Schüler dabei.

Moritz Hempfling nimmt für sich in Anspruch: "Ich will jedem meiner Mitmenschen bewusst machen, dass Klimaschutz wichtiger ist denn je! Aufklären, was Klimaschutz bedeutet und was jeder Einzelne in seinem persönlichen Umfeld tun kann, um das Klima zu retten." Er selbst benutzt seit der Akademie Glasflaschen statt Einwegplastikflaschen und zu Hause verwendet er keine Flüssigseife mehr, wie er schilderte.

Für die Wallburg-Realschule haben beide außerdem konkrete Pläne: "Wir möchten mit Unterstützung des Elternbeirats Bäume pflanzen. Ideal wären Obstbäume, damit man die Früchte für das Fach Ernährung und Gesundheit verwenden kann. Zudem könnte man Apfelsaft aus den Äpfeln pressen und diesen in den Pausenverkauf mit aufnehmen", sagt Andreas Berninger.

Zuerst wollen die beiden aber ihren Umweltvortrag allen siebten Klassen der Wallburg-Realschule präsentieren, zumal die Eltmanner Realschule seit diesem Schuljahr auch Umweltschule ist. Andreas Berninger möchte an allen Schulen im Umkreis auf das Projekt aufmerksam machen.

Moritz Hempfling könnte sich das zum Beispiel am Dientzenhofer-Gymnasium in Bamberg vorstellen, da dort sein bester Freund ist und ihm gesagt wurde, dass es dort eine Umweltgruppe gibt. Gerne können sich aber auch interessierte Vereine oder Unternehmen bei den beiden Schülern über das Sekretariat der Realschule melden.

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