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BN bringt den Bürgern neue Technologien näher

Der Auftakt der Vortragsreihe "Neue Technologien kennenlernen" im Sportheim des SC Adelsdorf war ein voller Erfolg für die Ortsgruppe des Bund Naturschutz (BN). Der Saal war komplett besetzt. Die Wass...
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Patrick Preuster referierte über die Wasserstoff-Technologie. Foto: privat
Patrick Preuster referierte über die Wasserstoff-Technologie. Foto: privat

Der Auftakt der Vortragsreihe "Neue Technologien kennenlernen" im Sportheim des SC Adelsdorf war ein voller Erfolg für die Ortsgruppe des Bund Naturschutz (BN). Der Saal war komplett besetzt.

Die Wasserstoff-Technologie, die bereits Jules Verne 1874 in seinem Buch "Die geheimnisvolle Insel" als die Ablösung der Kohle beschrieb, wie BN-Kreisvorsitzender Helmut König in seinem Eingangsstatement erwähnte, ist nun bereits seit 150 Jahren bekannt. Nun fordert sie die Politik lautstark.

Gleich zu Beginn wies der Referent vom Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg, Patrick Preuster, auf die Dringlichkeit eines Umdenkens hin. Um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen, dürften maximal 420 Gigatonnen CO2 in der Atmosphäre sein. Mit den heutigen Emissionen sei das bereits in zehn Jahren erreicht. Flüssige organische Wasserstoffträger (LOHC) böten nun die Möglichkeit, mit dem Wasserstoff gefahrlos umzugehen. Es könne die bestehende Benzin-Infrastruktur für den Fahrzeugantrieb genutzt werden. Die Trägerflüssigkeit kann immer wieder mit Wasserstoff neu geladen und im Verbraucher dann entladen werden. Die Flüssigkeit sei nicht giftig und die Handhabung gegenüber bisherigen Treibstoffen unproblematisch. Mit den aktuellen Forschungen an einer direkten LOHC-Brennstoffzelle sei man zuversichtlich, den Wirkungsgrad nahe an die heutigen Verbrenner zu bekommen. Das Ergebnis sei dann aber eine CO2 -freie Verbrennung.

Entwicklung dauert noch

In der anschließenden, für die komplexe Materie intensiven und tiefgreifenden Diskussion wurde aber auch deutlich, dass der Einsatz noch einige Jahre an Entwicklungszeit in Anspruch nehmen wird. Wasserstoff wird wohl für schwere Autos, für Lkws und für Züge relevant sein. "Wir müssen auch unsere Mobilitätsstruktur ändern", so König zum Abschluss, "indem wir für unseren lokalen Gebrauch ein E-Auto nutzen, für größere Reisen ein wasserstoff-betriebenes Fahrzeug leihen".

Dem Referenten wurde die 60-seitige BUND-Position "Konzept einer zukunftsfähigen Energieversorgung" überreicht. Um den trockenen Stoff auch zu bewältigen, gab es noch guten Frankenwein dazu. red

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