Burgpreppach

Blutkonserven werden gebraucht

Gerade in der Ferienzeit werden die Blutvorräte knapp und Blutspender werden dringend gesucht. Der TSV Burgpreppach richtet deshalb einen Blutspendetag mit aus. Am kommenden Mittwoch kann jeder zum Spenden kommen.
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98 Spender kamen zum letzen Blutspendetermin nach Burgpreppach. Auch am Mittwoch sollen sie wieder kommen. Foto: Stefan Heigel/BRK
98 Spender kamen zum letzen Blutspendetermin nach Burgpreppach. Auch am Mittwoch sollen sie wieder kommen. Foto: Stefan Heigel/BRK

Der TSV Burgpreppach ist in der Gemeinde eine Stütze des sportlichen Geschehens und einer der aktivsten Vereine. Ende Juni hatte der Sportverein sein 100-jähriges Bestehen mit einem Festwochenende gefeiert. Doch Vorstandschaft und Mitglieder setzen nicht nur sportlich Akzente. Immer wieder setzt sich der TSV für die Allgemeinheit und gemeinnützige Zwecke ein. So hat der Sportverein nach dem Jubiläumsfest die Palliativstation am Haus Ebern der Haßberg-Kliniken mit einer Spende unterstützt und ebenso die Kinderkrebshilfe.

Nun hilft der TSV mit der Aktion "Hilfe, die ankommt!" dem Blutspendedienst des Baye-rischen Roten Kreuzes und ruft dazu auf, am Spendetermin am Mittwoch, 17. Juli, teilzunehmen. Von 17 bis 20.30 Uhr kann dann im TSV-Sportheim Blut gespendet werden.

In der Ferienzeit werden die Blutvorräte oftmals knapp. Deshalb sind besonders Erstspender dazu aufgerufen, Blut zu spenden. Das ist Günther Stottele, Ehrenamtsbeauftragter des TSV Burgpreppach, und Jürgen Sieber, bei der BRK-Bereitschaft Hofheim Mitinitiator der Blutspendetermine im Oberen Haßgau, ein besonderes Anliegen. Denn die allermeisten Menschen, die einmal zu einem Blutspendetermin gekommen sind, sind oft jahrelang treue Blutspender.

"Täglich werden in Bayern rund 2000 Blutkonserven zur Versorgung der Krankenhäuser benötigt", verdeutlicht Michael Will, Pressesprecher des BRK-Kreisverbandes Haßberge, die Situation. "Jeder Spender ist deshalb wichtig, Blut wird immer benötigt, damit es nicht zu Engpässen kommt und Erkrankte und Schwerverletzte jederzeit mit Blutkonserven oder Blutbestandteilen versorgt werden können."

Spenderblut ist für viele überlebenswichtig. Derzeit spenden nach Angaben des BRK-Blutspendedienstes in Bayern nur etwa fünf Prozent der Bevölkerung, aber jeder Dritte ist einmal in seinem Leben auf eine Spende angewiesen. Mit modernen Verarbeitungstechniken können die Spenden in ihre Bestandteile zerlegt werden und so bis zu drei Patienten helfen.

Das meiste Blut - etwa 19 Prozent - kommt bei der Krebstherapie zum Einsatz. 16 Prozent werden jeweils bei Herzerkrankungen, bei Magen- und Darmerkrankungen eingesetzt. Zwölf Prozent helfen bei Verletzungen aus Unfällen. Täglich werden in Bayern rund 2000 Blutspenden für die Versorgung von Kranken und Verletzten benötigt, teilt das BRK mit.

In Bayern spenden jährlich etwa 240 000 Menschen ihr Blut. Dabei ist der BRK-Kreisverband Haßberge nach Worten von Michael Will seit 36 Jahren Spitzenreiter in Bayern, was das Spendenaufkommen prozentual zum Bevölkerungsanteil betrifft.

Spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag. Erstspender können bis zum Alter von 64 Jahren zur ersten Blutspende kommen.

Blut spenden kann, wer gesund ist und wenn nach dem Ausfüllen des medizinischen Fragebogens sowie bei der Untersuchung des Arztes vor Ort keine Gründe für einen Ausschluss festgestellt werden. Darüber hinaus, teilt der Blutspendedienst mit, muss man mindestens 50 Kilogramm wiegen. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von 55 spendefreien Tagen eingehalten werden, um einem Eisenmangel vorzubeugen. Innerhalb von zwölf Monaten dürfen Frauen viermal und Männer sechsmal Blut spenden.

Und wie geht es eigentlich nach der Blutspende weiter? "Anschließend werden die Spenden ins Produktions- und Logistikzentrum nach Wiesentheid gebracht", erklärt Will. Dort werden die Blutspenden weiterverarbeitet. Dazu werden die Blutkonserven zentrifugiert und in ihre Bestandteile aufgeteilt. So entstehen Erythrozyten- und Thrombozytenkonzentrate und therapeutisches Plasma.

Am Spendetermin werden außerdem von jedem Spender Kontrollröhrchen entnommen. Diese werden in Labors in München und Wiesentheid untersucht. Die Blutgruppe und der Rhesusfaktor werden bestimmt und danach auf verschiedene Infektionskrankheiten wie HIV, Hepatitis und Syphilis untersucht. Bis zur Verwendung im Krankenhaus oder in einer Arztpraxis werden die Blutpräparate in den Instituten des Blutspendedienstes gelagert.

Als kleines Dankeschön für das Engagement seiner Blutspender bietet der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes zusätzliche Blutuntersuchungen an. Frauen, die drei Mal und Männer, die vier Mal innerhalb von zwölf Monaten spenden, und Spender, die zu ihrer Spende einen Erstspender mitbringen, erhalten einen Gutschein für einen Gesundheitscheck.

Der BRK-Kreisverband Haßberge und der Blutspendedienst Wiesentheid freuen sich über die Unterstützung des TSV Burgpreppach. Durch gezieltes Ansprechen und zwei Werbeaktionen mit den Burgpreppacher Hausärzten konnte nach den Worten von Jürgen Sieber bei den beiden vorangegangenen Blutspendeterminen die Zahl der Spender von rund 60 auf 98 gesteigert werden. "Ein toller Erfolg", freut sich Sieber. Nun hoffen er und Günther Stottele, dass zum Termin am 17. Juli weitere Spender - und vor allem Erstspender - hinzukommen. Ziel der Aktion ist es, ausreichend Spender mobilisieren zu können, um die Möglichkeit zur Blutspende in Burgpreppach weiterhin aufrechterhalten zu können. Ein weiterer Termin findet dann im Herbst statt. wi

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