Herzogenaurach
Vorhaben Beethovenstrasse

Blockheizkraftwerk setzt sich gegen Wärmepumpe durch

Bernhard Panzer Der Agenda-Beirat hatte noch klar dafür gestimmt, im Planungsausschuss des Stadtrates sah die Sache nun anders aus: Hier gab's eine noch klarere sprich einstimmige Ablehnung. Die Idee ...
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Bernhard Panzer Der Agenda-Beirat hatte noch klar dafür gestimmt, im Planungsausschuss des Stadtrates sah die Sache nun anders aus: Hier gab's eine noch klarere sprich einstimmige Ablehnung. Die Idee des Energieexperten Johannes Kollinger, ein Vorhaben in der Beethovenstraße mit einem nahezu neuartigen Energiekonzept zu versorgen, fiel durch. Statt der gewünschten Kombination aus einer mit Geothermie gespeisten Wärmepumpe und Photovoltaik gibt's das bewährte Blockheizkraftwerk, gespeist durch Biogas.

In die jüngste Sitzung des Planungsausschusses hatten nämlich die Herzo Werke ihren eigenen Experten entsandt, und der listete ausgiebig auf, weshalb man bei diesem Konzept bleiben möchte und auch müsse. Denn die Geothermie wäre zwar sehr reizvoll und bei anderen Projekten auch sicherlich machbar, nicht aber droben in der Beethovenstraße, sagte Dietmar Klenk.

Freilich sei die Suche nach alternativen Energien das Interesse der Werke, sagte Klenk grundsätzlich. Man habe selbst die Geothermie vor zehn Jahren schon praktiziert, und zwar auf den Aurachwiesen aus dem Brunnen des Freibads.

Im vorliegenden Fall an der Beethovenstraße handelt es sich um ein Bauvorhaben der Lebenshilfe, die dort ein Wohnheim, eine Kindertagesstätte, einen kleinen Supermarkt und ein Café errichten wollen. Der Bau einer Dreifachturnhalle durch die Stadt kommt hinzu.

Schon 2018 habe sich für die Werke ein Zwangspunkt ergeben, führte Klenk aus. Um einen Förderantrag stellen zu können, brauchte der Architekt ein Energiekonzept. Einzig verlässlich war laut Klenk dort die Planung mit einem BHKW.

Aber auch aus heutiger Sicht müsse man eine Geothermie ablehnen. Allein das Umpflügen der Sportanlage des Gymnasiums für die Nutzung der Erdwärme wäre sehr teuer und würde über mehrere Monate hinweg das Feld zerstören. Der angrenzende Bolzplatz wäre für Flächenkollektoren zu klein. Das Gebäude für das Blockheizkraftwerk könne man aber problemlos am bestehenden Parkplatz errichten.

Für die Werke gebe es mehrere Aspekte, die für eine Realisierung entscheidend sind. "Wir sind nicht nur ökologisch getrieben", sagte Klenk. Ein Konzept müsse auch technisch umsetzbar und wirtschaftlich zu betreiben sein. Um neue Konzepte sei man immer bemüht, aber eben dort, wo es sinnvoll sei.

Agenda-Mann Kollinger hingegen sah keinen technischen Grund, es nicht zu machen, denn es wäre seiner Meinung nach durchaus möglich. "Die Gründe sind wohl eher organisatorischer Natur".

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