Lonnerstadt

Blitzschnell brennt der Baum

Die Lonnerstadter Wehr lädt zum ersten Christbaumfeuer. 150 Bäume gehen vor 400 Besuchern in Flamen auf.
Artikel drucken Artikel einbetten
Martin Kolb wirft einen alten Christbaum in die Flammen.  Fotos: Yannick Hupfer
Martin Kolb wirft einen alten Christbaum in die Flammen. Fotos: Yannick Hupfer
+2 Bilder

Es knirschte und knisterte - und wenige Sekunden später stieg hoher Rauch auf. 150 ausrangierte Christbäume wurden am Samstagabend in Lonnerstadt beim ersten Christbaumfeuer verbrannt. Mit hundert Gästen hatten die Veranstalter gerechnet, rund 400 waren gekommen.

Zuvor hatten die Kinder- und Jugendfeuerwehr zusammen die Bäume im Dorf eingesammelt. Unterstützung bekamen die Nachwuchs-Feuerwehrler dabei von ihren älteren Kollegen.

Neues ausprobieren

In den Jahren zuvor veranstaltete die Freiwillige Feuerwehr Lonnerstadt Fackelwanderungen, doch im neuen Jahrzehnt wollte man laut Zweitem Kommandant Martin Kolb mal etwas Neues ausprobieren. "An einem kreativen Abend" sei Benjamin Bayer auf die Idee gekommen, alte Weihnachtsbäume zu sammeln und sie anschließend gemeinsam zu verbrennen.

Bereits seit 2015 gibt es die "Monsterlöscher" - die Kinderfeuerwehr in Lonnerstadt. Zwar dürfen die Vier- bis Elfjährigen noch nicht aktiv am Feuerwehr-Geschehen teilnehmen, doch immer wieder basteln oder gärtnern die Kinder zusammen. Fast 30 Mitglieder zählen die "Monsterlöscher" mittlerweile - das Programm kommt gut an. "Die Kinder schnuppern da einfach schon ein bisschen mit rein", erklärte am Samstag Martin Kolb. Die Einnahmen des Christbaumfeuers kommen ebenfalls der Kinderfeuerwehr zugute.

Bei der Jugendfeuerwehr bekommen die Teilnehmer dann eine Ausbildung, bevor sie mit den Erwachsenen ausrücken. Die würden sich über neue Gesichter freuen und seien immer offen, so Kolb. Laut dem Vorsitzenden der Freiwilligen Feuerwehr, Christian Fischer, habe die Wehr pro Jahr rund zehn Einsätze. Bei den meisten werde sie auf die B 470 gerufen.

Am Samstag hingegen herrschte gemütliche Stimmung bei der Feuerwehr. Zum Feuer konnten die zahlreichen Gäste sich auch noch von Innen wärmen: selbstgemachter Nutella-Schnaps, Rotweinhonig-Punsch und Bratapfellikör wurden ausgeschenkt. Außerdem gab Frank Müller seinen Schaschlik-Topf aus der "Gulasch-Kanone" aus, die den Lonnerstadtern die Feuerwehr Reichmannsdorf borgte.

Und am Ende hatte der Abend auch noch einen Lerneffekt. "Die Leute sind erstaunt, wie schnell so ein Christbaum brennt", erklärte Kolb. Nach wenigen Sekunden war nicht mehr viel von den dünnen Bäumen zu sehen und so sagte mancher Besucher: "Wenn da ein Baum in der Wohnung brennt..."

Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren