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Zeil am Main

Blick in den Hexenturm

Führung  Am nächsten Dienstag findet in der Reihe "Beste Beispiele im und für den Steigerwald" eine Führung durch den Hexenturm in Zeil statt. Interessierte werden gebeten, sich anzumelden.
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Der Zeiler Hexenturm  Foto: privat
Der Zeiler Hexenturm Foto: privat
Zeil — Das Netzwerk Steigerwald lädt am nächsten Dienstag, 27. Januar, ab 18 Uhr zur nächsten Veranstaltung in der Reihe "Beste Beispiele im und für den Steigerwald" in den Zeiler Hexenturm, das Dokumentationszentrum zur Hexenverfolgung in Zeil, ein.

An Originalschauplätzen

Der "Zeiler Hexenturm" erinnert an Originalschauplätzen an die schlimme Zeit der Hexenverfolgung in Zeil. Die Stadt war im 17. Jahrhundert der Brennofen der Bamberger Fürstbischöfe. Zwischen 1616 und 1631 wurden rund 400 Menschen als Hexen in Zeil gefangen genommen, gefoltert und ermordet. Ihr Schicksal beschreibt das Dokumentationszentrum im Zeiler Stadtturm und dem benachbarten Gebäude, auf dessen Standort früher ein Fronhaus stand.
In seinen Tagebuch-Eintragungen berichtet der Zeiler Bürgermeister Johann Langhans über die Hexenverfolgung - bis er selbst Opfer wurde. Langhans schrieb auf, dass Ende Mai 1626 ein starker Frost die ganze Ernte vernichtete: "Worauf ein großes Flehen und Bitten unter dem gemeinen Pöffel entstanden ist, warum man so lang zusehe, wie überall die Zauberer und Unholde die Früchte so vernichten." Sein Hexenbild war laut Umlauf auf Schadenszauber beschränkt, dem in Zeil viele, als Trudner verschrien, zum Opfer fielen.
Der Stadtturm in Zeil a. Main - damals Schauplatz heute Dokumentationszentrum - informiert und sensibilisiert die Besucher zu diesem komplexen Thema.
Birgit Geißler, Leiterin des Dokumentationszentrums, informiert über die Einrichtung, stellt deren Entwicklung, Umsetzung und aktuelles Konzept vor und wird mit einer Führung durch den Hexenturm einen Einblick in die damaligen Geschehnisse geben.

Kostenlose Teilnahme

Die Teilnahme ist kostenlos. Da die Teilnehmerzahl aufgrund der beengten Platzverhältnisse begrenzt ist, bittet das Netzwerk Steigerwald um eine Anmeldung unter der Telefonnummer 09162/ 9291121 oder per E-Mail an die Adresse philipp.vondobschuetz@kreis-nea.de
Informationen über weiteren Vorträge und Exkursionen der Reihe "Beste Beispiele im und für den Steigerwald" gibt es auf der Homepage des Netzwerks Steigerwald netzwerk-steigerwald.de. red

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