Oberleiterbach
Dorfwettbewerb

Blattgold für den Oberleiterbacher Goldbrunnen

Die Stundenuhr auf der Homepage www.oberleiterbach.de zählt gnadenlos herunter. Am Freitag, 15. Juni, pünktlich um 9.30 Uhr, kommt die Landeskommission von "Unser Dorf hat Zukunft" in den kleinen Ort,...
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Hans Schnapp akzentuiert den frisch renovierten Goldbrunnen mit Blattgold.  Foto: Martina Drossel
Hans Schnapp akzentuiert den frisch renovierten Goldbrunnen mit Blattgold. Foto: Martina Drossel
Die Stundenuhr auf der Homepage www.oberleiterbach.de zählt gnadenlos herunter. Am Freitag, 15. Juni, pünktlich um 9.30 Uhr, kommt die Landeskommission von "Unser Dorf hat Zukunft" in den kleinen Ort, der sich dann mit den schönsten Dörfern im Freistaat Bayern misst. Seit Monaten laufen die Vorbereitungen und die Projekte, die etliche aus dem Team bis an die Leistungsgrenze bringen. Dass der Ort gut vorbereitet ist, wurde bei der jüngsten Informationsveranstaltung im Gemeinschaftshaus deutlich.
In Kürze bekommt Oberleiterbach im Bereich des Gemeinschaftshauses eine Stromtankstelle für E-Mobile und E-Bikes, die bereits im Bauausschuss behandelt wurde. "Das ist im Landkreis Bamberg ein Novum, dass eine so kleine Ortschaft eine Elektrotankstelle erhält", stellte Bürgermeister Volker Dittrich heraus. Die "Zapfsäulen" haben eine Leistung von 22 Kilowatt. Ebenfalls bereits beschlossen wurde, die Mittel für den dritten Bauabschnitt der Dorferneuerung im Haushalt 2018 zu verankern. Man wolle versuchen, noch heuer zu beginnen, bekräftigte der Rathauschef.


Zur Rettung des Erdklimas

Seit Beginn der Dorferneuerung wurden in Oberleiterbach mehr als 50 Bäume gepflanzt und dadurch der sowieso schon große Baumbestand ergänzt. Nun beteiligt sich der Ort auch an der "Billion Tree Campaign" zur Rettung des Erdklimas. Konkret heißt das: Es sollen noch viele weitere Bäume gepflanzt werden. Ebenso will sich der Ort bei der Aktion "Fränkisch verwurzelt" bewerben. Bereits gepflanzt wurde auf 1000 Quadratmetern eine Vogelschutzhecke, die die stark flurbereinigte Landschaft rund um den Ort wieder etwas aufwerten soll.
Und der "Goldbrunnen" im Ort führt dank des Gartenbauvereins nicht nur wieder Wasser, sondern ist das Schmuckstück an einem neu gestalteten Platz. Der Clou: Nachts wird das Erinnerungsstück an die Goldmedaille auf Bundesebene vor vier Jahrzehnten stilvoll angestrahlt. Hans Schnapp hat ihn darüber hinaus mit etwas Blattgold akzentuiert.
"Danke für alles, was bislang geleistet wurde. Die Motivation ist groß", sagte Gesamtkoordinator und Gartenbauvereinsvorsitzender Harald Hümmer. "Ohne euch alle könnten wir nichts reißen!" Ähnlich sah es auch Bürgermeister Volker Dittrich: "Das Wir-Gefühl in Oberleiterbach ist ausgesprochen stark. Dass hier im Ort Außergewöhnliches geleistet wird, ist nun auch beim Letzten im Markt Zapfendorf angekommen." Und Kreisfachberaterin Claudia Kühnel ergänzte: "Ich habe allergrößten Respekt vor dem, was ihr auf die Beine gestellt habt und stellt."
Dennoch gibt es noch Anliegen, für die es noch keine finale Lösung gibt. So beispielsweise beim Thema Hochwasserschutz. Unklar ist weiter, ob die Wassermengen, die der Leiterbach bei Starkregen im zum Teil renaturierten Oberlauf sammelt, auch durch den Durchlass am Ortsende passen. Das zuständige Planungsbüro hat das Wasserwirtschaftsamt eingeschaltet, Ergebnisse lassen auf sich warten. Einher gehen könnte mit einer etwaigen Neugestaltung des Durchlasses eine umfassendere Bachneugestaltung im Bereich des nördlichen "Leuchtersbrunnens". Zwar hat das Amt für Ländliche Entwicklung dafür bereits Zuschüsse in gleicher Höhe wie bei der Dorferneuerung in Aussicht gestellt, Bauträger müsste dann aber der Markt Zapfendorf sein. Die Ausführung dürfte nicht vor dem Jahr 2020 erfolgen.
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