Sigritzau
Stellungnahme

Biwo sieht bei Sigritzau "Anfang vom Ende"

Der Bericht "Baywa zieht an die ,Äußere Leite'" vom 6. Juni ruft die Bürgerinitiative pro Wiesenttal ohne Ostspange (Biwo) auf den Plan. In ihrer Stellungnahme heißt es unter anderem: "Sigritzau soll ...
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Der Bericht "Baywa zieht an die ,Äußere Leite'" vom 6. Juni ruft die Bürgerinitiative pro Wiesenttal ohne Ostspange (Biwo) auf den Plan. In ihrer Stellungnahme heißt es unter anderem: "Sigritzau soll schnuckelig bleiben. Denkste. Das ist der Anfang vom Ende."

Und wieder einmal bestätige sich: "Wenn zwei das Gleiche wollen, ist es noch lange nicht dasselbe. Dem Privatmann wurde verwehrt, für seine Familie eine Wohnverbesserung in Sigritzau zu schaffen. Der Salami-Taktik für zigtausend Flächenverbrauch im schönsten Wiesentgrunde, zur Erweiterung von Siemens-Healthineers, wird Tür und Tor geöffnet. Dafür muss nun die Baywa herhalten und später der Bauhof."

CSU, SPD und FW würden laut Biwo "fadenscheinige Argumente" vorbringen. Die FGL habe dagegen den Weitblick, welche Folgen mit der Umsiedlung einhergehen würden: "Sigritzau wird umzingelt von Gewerbegebieten und wird aufgesogen durch die geplante vierspurige B-470-Ostspange. Wachsender Schwerlastverkehr, Abgase, Tag und Nacht Lärm und Klimabelastung sind dann die neuen Lebensqualitäten."

Hinzu komme nach Biwo-Einschätzung nämlich noch, dass südlich der 35 000 Quadratmeter großen Fläche auch der nahe liegende Wald "plattgemacht" werde für die Südumgehung Forchheims, dort wo heute der Verkehrsübungsplatz ist.

Der nächste Flächenfraß sei die Auflösung des Wasserschutzgebietes Forchheim. Und es bleibe politisch gewollt, dass auf 6,9 Kilometern Länge "ein bis zu über sieben Meter hoher Damm vom Kersbacher Kreisel zur Bahnquerung bei Pinzberg gebaut wird, mitten durch ein EU-geschütztes Natura-2000-Gebiet".

Die Heimatlandschaft werde so unwiederbringlich zerstört, "dass sie als Heimat-, Kultur-, Naturlandschaft nicht wiederzuerkennen sein wird. Warum? Weil, nach dem CSU-Anbindegebot sich dann im Sauseschritt Industrie, Gewerbe, Handel, Discounter, Tankstellen und andere Betriebe entlang der B 470 von Sigritzau bis Ebermannstadt ansiedeln werden".

Das Geschrei und Gezeter würden dann groß sein, "weil eine Beeinträchtigung der Trinkwasserversorgung Forchheims gar nicht ausgeschlossen" werden könne.

Die Junge Biwo (Jugendgruppe der Bürgerinitiative) habe es erkannt und auf den Punkt gebracht. Sie warne mit ihrem neuen Schild am Eingang von Gosberg: "Stoppt die Ostspange und ihre Hintermänner!" Und die Jugendlichen würden bei "Fridays for Future" zu recht demonstrieren.

Die Biwo resümiert in ihrer Pressemitteilung: "Ade, Kleinod Sigritzau." red

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