Wiesenthau
Bürgerinitiative

Biwo bereitet Beschwerde gegen die Planfeststellung der Ostspange vor

Die Bürgerinitiative pro Wiesenttal ohne Ostspange (Biwo) hat im Gasthaus "Zur Eisenbahn" in Wiesenthau ihr Aktionsprogramm für 2019 festgelegt. In einer ausführlichen Stellungnahme zum Ergebnis des V...
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Die Bürgerinitiative pro Wiesenttal ohne Ostspange (Biwo) hat im Gasthaus "Zur Eisenbahn" in Wiesenthau ihr Aktionsprogramm für 2019 festgelegt.

In einer ausführlichen Stellungnahme zum Ergebnis des Volksbegehrens "Rettet die Bienen" stellte Biwo-Vorsitzender Heinrich Kattenbeck fest, dass nun auch die CSU das Ergebnis zur Chefsache mache. Auch die CSU angestrebte Reduzierung des Flächenfraßes in Bayern von derzeit zwölf auf fünf Hektar pro Tag komme dem Anliegen der Biwo - Stopp der B-470-Südumgehung von Forchheim/Ostspange - sehr entgegen.

Die Hausaufgaben des Staatlichen Bauamtes Bamberg würden aufgrund der Festlegungen beim Scoping-Termin der Regierung am 19. Oktober 2018 in Bayreuth mindestens bis 2021 dauern. "Es fehlen für die Planfeststellung eine aktuelle Fortschreibung der Verkehrsuntersuchung mit Festlegung der erforderlichen Querschnitte und Knotenpunktformen, die Festlegung des Untersuchungsrahmens, die Vergabe naturschutzfachlicher Untersuchungen, Umweltverträglichkeitsabschätzungen/-prüfungen mit Variantenuntersuchung im Natura-2000-Gebiet des Wiesenttales", heißt es in der Pressemitteilung der Biwo.

Die Bürgerinitiative habe daher beschlossen, die Zeit zu nutzen, um bei der Europäischen Kommission vorstellig zu werden. Eine Beschwerde gegen die Planfeststellung für den Bau der B-470-Südumfahrung Forchheim/Ostspange sei in Vorbereitung. Die Biwo hoffe, dass die EU-Kommission die Beschwerde annimmt und bearbeitet. Vor allem die Vogelschutzrichtlinie biete hierfür starke Argumente. "Da geht es nicht nur um ein paar Meter Verschieben der Trasse", so Heinrich Kattenbeck.

Neugestaltung der Demo

Überlegungen zur Gestaltung der Demos mit einem Essen regionaler Produkte einerseits oder andererseits ein Fest für Kreisnaturerbe/Kreiskulturerbe zu gestalten wurde ausführlich diskutiert. Die Biwo möchte erreichen, dass ihr Begriff "Wiesenttal - Kreiskulturerbe" in den Sprachgebrauch des Denkmalschutzes, der Landkreisplanung, der Regionalplanung und Touristenförderung im Landkreis Forchheim aufgenommen wird.

Junge Biwo wächst weiter

Alfons Eger informiert stellvertretend über die geplanten Aktionen der Jungen Biwo. Der Mitgliederstand der erhöhte sich auf derzeit 19 Jugendliche.

Vorsitzender Heinrich Kattenbeck meint dazu: "Die Jugend mahnt uns, keine Welt am Abgrund zu hinterlassen. Wir sind gefordert, die Schöpfung zu bewahren, damit Heimat für unsere Kinder, Enkel, Nachkommen bleiben kann." Daher unterstütze die Biwo auch die Forderungen der demonstrierenden Schüler von "Fridays for Future".

Auf der Tagesordnung für die Biwo-Jahreshauptversammlung am Montag, 8. April, um 19.30 Uhr im Gasthaus Egelseer in Wiesenthau steht, dass sich in der Neuwahl größere Veränderungen im Vorstand ergeben werden. Die Zusage für ein Grußwort des Bayerischen Umweltministers Thorsten Glauber (FW) stehe noch aus. Landrat Hermann Ulm (CSU) und die Grünen-Bundestagsabgeordnete Lisa Badum werden demnach Grußworte sprechen. Viel Applaus gab es für die Bereitschaft von Dunja Schütz, die ab sofort für Wilhelm Rüdiger die Pflege und Gestaltung der Biwo -Internetseite www.bi-wiesenttal.de übernimmt. red



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