Kronach
Reformationstag

Bischof aus Namibia predigt in der Christuskirche

Zum Festgottesdienst am Reformationstag (Donnerstag, 31. Oktober) um 19.30 Uhr in der Christuskirche in Kronach erwartet das Evangelische Dekanat Kronach-Ludwigsstadt einen außergewöhnlichen Prediger....
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Burgert Brand
Burgert Brand

Zum Festgottesdienst am Reformationstag (Donnerstag, 31. Oktober) um 19.30 Uhr in der Christuskirche in Kronach erwartet das Evangelische Dekanat Kronach-Ludwigsstadt einen außergewöhnlichen Prediger. Sein Thema lautet: "Alles umsonst! - Ein Afrikaner liest die Bibel!"

Der Afrikaner, der die Bibel liest, ist ein Namibier. Er ist Bischof einer der drei lutherischen Kirchen im Land. Sein Name: Burgert Brand. Als weißer lutherischer Christ hat Burgert Brand deutsche Vorfahren, aber auch kapholländische. Er selbst versteht sich als "Afrikaner".

Bischof Brand hat seit der Unabhängigkeit Namibias von Südafrika 1990 die vielen steinigen und beglückenden Transformationsprozesse im südlichen Afrika mitgestaltet und mitbegleitet. Auf Einladung des Kronacher Pfarrers Achim Gerber, der selbst bis Mitte diesen Jahres neun Jahre mit seiner Familie in Namibia lebte und arbeitete, wird Bischof Burgert Brand den Reformationsgottesdienst gestalten. Ein hochrangiger Gast also wird zugegen sein, der aber bodenständig, deutlich und wortgewaltig predigen kann. Er nimmt sich eine der Losungen der Reformationszeit vor: "Alles umsonst!" Er bezieht sie auf ein aktuelles namibisches Thema. Er lenkt unsere Aufmerksamkeit auf die verzweifelte wirtschaftliche Lage aufgrund einer jahrelangen Dürre. Hier ist der Streit völlig egal, ob der Klimawandel vom Menschen verursacht ist oder nicht, denn die Namibier leben inmitten der Auswirkungen. Was macht ein Leben am Rande der Existenz mit den Menschen? "Alles umsonst?" Was bedeutet der Geschenkcharakter der Gnade Gottes? Wie kommt diese "Theorie" in die "Praxis" des christlichen Glaubens, der Klimafrage und der politischen Gestaltung einer Gesellschaft? Herzliche Einladung ergeht auch zu dem anschließenden Gespräch im Evangelischen Gemeindehaus. red

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