Thundorf

Biotop sorgt für Diskussionen

Bürgerversammlung  Laut Bürgermeister Egon Klöffel hängt die Entscheidung von einem Gespräch des Wasserwirtschaftsamtes mit der Unteren Naturschutzbehörde ab.
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von unserem Mitarbeiter 
philipp bauernschubert

Thundorf — Das geplante Biotop mit Renaturierung des Ransbachs auf den Grundstücksflächen hinter der Wohnbebauung an der Rothhäuser Straße bis zum Gewerbegebiet Vogtswiesen war eines der Diskussionsthemen in der Bürgerversammlung von Thundorf. Für diese Maßnahme wollten Frank Pfennig und Christian Müller ihre Grundstücke der Gemeinde zur Verfügung stellen; die Gemeinde hat dort ebenfalls zwei Grundstücke. Nun legte aber das Wasserwirtschaftsamt Schweinfurt gegen dieses Vorhaben sein Veto ein, weil auf Privatgrund kein öffentliches Gewässer und somit auch die Renaturierung des Ransbachs nicht möglich sei. "Wir haben einen Antrag für die gemeindlichen Grundstücke gestellt, die Entscheidung hängt von einem Gespräch des Wasserwirtschaftsamtes mit der Unteren Naturschutzbehörde ab", sagte Bürgermeister Egon Klöffel.

Schäden an der Skaterbahn

Daniel Kuhn wollte wissen, "warum der Biotopsee am ehemaligen Wolfsee an der Maßbacher Straße gestorben" sei. Klöffel: "In der Tauschfläche des Eigentümers war ein Grundstück am Brunnen II, das der Gemeinderat nicht hergeben wollte." Als Eigentümer des Grundstücks Wolfsee sagte Altbürgermeister Felix Braun: "Der allgemeine Tenor in der Bevölkerung ist, ich hätte zu hoch mit der Tauschfläche gepokert, und deshalb nahm der Gemeinderat Abstand." Die Fläche, auf der dieser See entstehen sollte, betrage 0,69 Hektar. "Die Tauschfläche, die ich haben wollte, hat 0,91 Hektar mit einer Ertragszahl von 1500. Jeder, der sich ein wenig auskennt, wird zugeben, dass dies nicht zu hoch gepokert ist."
Hans Germann ist aufgefallen, dass die Skaterbahn einige Schäden aufweist, die eine Unfallgefahr für die Benutzer und besonders für Kinder darstellen. Klöffel versicherte, Abhilfe zu schaffen. Frank Saal wollte wissen, wohin das überschüssige Geld aus dem Bau dieser Skaterbahn floss. Dazu bemerkte Uli Berninger, dass ihr verstorbener Mann Hans einer der Initiatoren beim Bau dieser Anlage war, und sie finde es nicht korrekt, dass man diese Spendengelder einfach der Dorfgemeinschaft übergebe, die laut Zweitem Vorsitzenden und Altbürgermeister Anton Bauernschubert das Geld zum Bespannen ihrer Sonnenschirme verwendet habe. Auch Edwin Braun ist der Meinung, dass es sich bei der Beteiligung des TSV in Höhe von 2500 DM um Spendengelder gehandelt habe, die zweckgebunden gewesen seien.

Altbürgermeister wehrt sich

Ein Fass machte Altbürgermeister Felix Braun mit der Auslegung des Holz- und Wiesenrechts in Theinfeld auf. Nicht, dass er jemand was wegnehmen möchte, aber er stelle sich die Frage, ob es sein könne, dass, "wenn ein Anwesen dem Erdboden gleichgemacht ist, der nachfolgende Grundstückseigentümer auch das Wiesen- und Holzrecht" übernehme. "Laut Ortschronik von Theinfeld, gibt es nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten für die Rechtler." Klöffel fragte die beiden Altbürgermeister: "Warum habt ihr nichts geändert"?
Manfred Schlechter wollte den Grund für den erheblichen Wasserverlust wissen, Antwort: großer Rohrbruch in der Schäfereistraße.Weitere Fragen betrafen die relativ hohe VG-Umlage und den Wasserdruck, besonders in der Siedlung Kutschenweg. Zur Maßnahme "Ritterkeller" appellierte Anton Bauernschubert an den Bürgermeister, eine Entscheidung im Gemeinderat für den Kauf der darüber liegenden Immobile herbeizuführen, damit der Keller auch weiterhin genutzt werden kann. Thomas Imhäuser hält dieses Unterfangen für nicht notwendig. Trotzdem will Klöffel das Thema in absehbarer Zeit im Gemeinderat zur Sprache bringen.
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