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Bilder von Rudolf Knauer werden ausgestellt

Der Kapellenverein Lochleithen erinnert bei seiner Bilderausstellung im Sommerhalbjahr an einen Aquarellmaler, der viele Ortsansichten von Gestungshausen geschaffen hat. Rudolf Knauer hat im Verborgen...
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Der Kapellenverein Lochleithen erinnert bei seiner Bilderausstellung im Sommerhalbjahr an einen Aquarellmaler, der viele Ortsansichten von Gestungshausen geschaffen hat. Rudolf Knauer hat im Verborgenen gearbeitet. Sein Geburtstag war der 9. November 1921, sein Todestag der 7. August 2001. Die Jahresausstellung des Fördervereins in der Kapelle läuft bereits.
Der gelernte Steinmetz Rudolf Knauer verstand es, die Heimat farbenfroh aufs Bild zu bannen. Er schuf Ortsansichten, stellte die Matthäuskirche in den Mittelpunkt seines Schaffens und wagte ebenso Ausflüge ins winterliche Veilchental nach Coburg oder zum Wasserschloss nach Mitwitz. Durch seine künstlerische Ader blieben dörfliche Ecken und Einrichtungen auf Gemälden erhalten. Privatpersonen und das Pfarramt retteten einen Teil seiner Werke vor der Zerstörung nach der Räumung des Wohn- und Geschäftshauses in der Schmiedengasse und dem Einzug der Sparkasse und später eines Friseursalons.
Unter anderen kann sich nun der Betrachter im Pfarrhaus an den Gemälden erfreuen. Aber auch in Privatwohnungen wird an die künstlerische Tätigkeit des gebürtigen Gestungshäusers erinnert. In der Kapelle in Lochleithen wird ein Teil der verbliebenen Aquarelle täglich von 9 bis 17 Uhr gezeigt. Führungen sollten angemeldet werden unter Tel. 09266/913859.
Die Aquarellmalerei war eine besondere Freizeitbeschäftigung des Künstlers, der im Krieg ein Bein verlor. Den Beruf Steinmetz - erlernt in Coburg - gab er nach 1945 auf und schulte zum Kaufmann um. Mit seiner Frau Ilse betrieb er viele Jahre in Gestungshausen ein Gemischtwarengeschäft mit Milchsammelstelle und Korbwarenverkauf.
Das Künstlerische faszinierte den Hobbymaler zu allen Zeiten. Er war Sänger, Musiker und Laienspieler und schuf nach dem Krieg die Steinplatten mit den Namen der gefallenen Soldaten des damaligen Ehrenmals in Gestungshausen. Den Ortsvereinen stellte er seine Arbeitskraft in den Vorstandsgremien viele Jahre zur Verfügung.
Die Andacht zur Vernissage hielt Pfarrer i. R. Erwin Westphal (Grub am Forst), der auch Mitglied des ökumenischen Kapellenvereins ist. Festliche Musik gab es vom Flötenkreis der Kirchengemeinde Gestungshausen. red
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