Kronach
hipp-Ausstellung

Bilder sind ohne Titel, um dem Betrachter Freiraum zu geben

In der Kronacher Synagoge konnte Ingo Cesaro, Vorsitzender des Vereins "Regionale Kunstförderung Kronach e.V.", den Künstler Nikolaus Hipp anlässlich seiner...
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Ausstellungseröffnung mit (v. r.) Ingo Cesaro, Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein, Nikolaus Hipp und Historistorikerin Martina Marschall. Foto: privat
Ausstellungseröffnung mit (v. r.) Ingo Cesaro, Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein, Nikolaus Hipp und Historistorikerin Martina Marschall. Foto: privat
In der Kronacher Synagoge konnte Ingo Cesaro, Vorsitzender des Vereins "Regionale Kunstförderung Kronach e.V.", den Künstler Nikolaus Hipp anlässlich seiner Ausstellung "Bilderwelten" in der Lucas-Cranach-Stadt Kronach willkommen heißen. Über zwei Jahre habe es gedauert, bis nach der Zusage ein Termin gefunden werden konnte, der für Hipp und Cesaro passte. Bei der gut besuchten Ausstellungseröffnung sprach Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein ein Grußwort und überreichte dem Künstler einen Bürgermeister-Sekt. Natürlich war für Ingo Cesaro wichtig, dass Nikolaus Hipp extra zur Eröffnung dieser kompakten Ausstellung nach Kronach gereist war. Cesaro erklärte, dass er zwar in diesen Räumlichkeiten schon sechs Ausstellungen mit Radierungen von Günter Grass organisiert habe, auch mit Eberhard Schlotter, Christoph Meckel, Wilhelm Schramm und den Brüdern Häfner, aber außer Eberhard Schlotter bisher immer gegenständliche Arbeiten ausgestellt habe. Und nun die ungegenständliche Malerei von Professor Hipp. Die Einstimmung auf die "Bilderwelten" übernahm die Kunsthistoristorikerin und Galeristin Martina Marschall, die anfangs darauf einging, dass Hipp erstmals in einer Synagoge ausstelle. In der Nazizeit hätte seine "entartete Kunst" nicht ausgestellt werden können, in einer Synagoge sowieso nicht. Nebenbei erwähnte sie, dass Nikolaus Hipp eben auch Landwirt und Unternehmer ist, Präsident der IHK Bayern und Begründer der "Münchner Tafel" war. Sie führte aus, dass die lyrischen Lebenswelten als Gegenbilder gemalt sind zur existierenden Lebens-Umwelt und dazu einen Gegenentwurf liefern. Lyrisch, sagte sie, heißt unmittelbar subjektiv Erlebtes in Form und Farbe auszudrücken. Alle ausgestellten Arbeiten sind ohne Titel, um dem Betrachter einen Freiraum für eigene Träume, Fantasien für Stimmungen und Gefühle zu geben. red
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