Herzogenaurach

Bilder eines Schutzpatrons

Ehrenkreisbrandrat Karl-Heinz Schalk hat dem Leben des heiligen Florian ein zweites Buch gewidmet.
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Auf dem Portal der Basilika in Lorch ist Florians Leidensweg abgebildet. Foto: Schalk
Auf dem Portal der Basilika in Lorch ist Florians Leidensweg abgebildet. Foto: Schalk
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Der Herzogenauracher Ehrenkreisbrandrat Karl-Heinz Schalk, ein "Feuerwehrler mit Leib und Seele", veröffentlicht mit dem Bildband "Heiliger Florian beschütze uns ... Band 2" ein weiteres Buch mit prachtvollen Aufnahmen des Schutzheiligen und schließt damit an den bereits erschienenen Band mit dem gleichnamigen Titel aus dem Jahr 2010 an. Schalk geht in dem Buch auf die Geschichte des heiligen Florian ein und zeichnet mit Bildern vom Eingangstor der Basilika in Lorch (Oberösterreich) den Leidensweg nach.

Aus Bayern und Österreich

Den Hauptteil des Buches mit einem Geleitwort von Pfarrer Helmut Hetzel bilden prächtige Aufnahmen, die den Schutzheiligen zum Beispiel in Kirchen - sei es als Statue oder Ölgemälde an Altären -, als Wandbild bzw. Lüftlmalerei an Feuerwehrhäusern, als Brunnenfigur oder in anderer Form zeigen. Entstanden sind die meisten Fotos in Bayern, aber auch in Österreich, dem Lebensbereich des hl. Florian.

Wie Pfarrer Hetzel in seinem Geleitwort schreibt, hat der hl. Florian wirklich gelebt und war Soldat des römischen Heeres in der Provinz Noricum. Er war ein hoher Offizier. Während der diokletianischen (unter Kaiser Diokletian, 284 bis 305 n. Chr.) Christenverfolgung wurden auch in Noricum, dem heutigen Niederösterreich, mehrere Christen eingesperrt und umgebracht.

Florian stand ihnen zur Seite, und trotz Folterungen ließ er nicht von seinem Glauben und von seiner Überzeugung ab. So wurde auch er mit den anderen umgebracht. Ihm wurde ein schwerer Stein um den Hals gebunden und dann wurde er in die Enns geworfen, sodass er ertrank. Sein Leichnam wurde, so die Legende, am Ufer gefunden und an dem Ort bestattet, an dem heute das Stift St. Florian in der Nähe von Linz steht.

Als die Feuerwehren überall gegründet wurden, wurde der heilige Florian schon sehr bald zu ihrem Schutzpatron auserkoren. Nicht zuletzt, weil er immer mit Wasser in Verbindung gebracht wird und Wasser zum Löschen von Feuer wichtig ist. Aber er ist auch der Schutzpatron gegen die zerstörerische Kraft des Wassers, weil er selbst diese am eigenen Leib erfahren hat.

Mit zwei Unterstützern

Unterstützt wurde Karl-Heinz Schalk von Hans-Joachim Profeld aus München, der seit Jahrzehnten Mitglied im Referat 11 (Brandschutzgeschichte) der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb) ist. Auch der Ehrenkreisbrandmeister Heinrich Matthias Rupp aus Untermeitingen unterstützte den Feuerwehrler aus dem fränkischen Herzogenaurach. "Die beiden Bände sind zwei wertvolle Geschenke für alle Feuerwehrleute und alle, die sich für die Geschichte des hl. Florian interessieren", betont Schalk.

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