Weiher

Bierkrüge ohne Ende

Die Brauerei Kundmüller in Weiher gibt den Blick frei auf eine beeindruckende Sammlung.
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Im Weiherer Biermuseum sind neben geschichtlichem Brauerei-Inventar auch historische, zum Teil seltene Krüge zu bewundern. Foto: René Rupprecht
Im Weiherer Biermuseum sind neben geschichtlichem Brauerei-Inventar auch historische, zum Teil seltene Krüge zu bewundern. Foto: René Rupprecht
Hochstimmung bei der alteingesessenen Brauerei Kundmüller in Weiher, die jetzt nach dreijähriger Renovierungszeit neben der Einweihung von neu renovierter Gaststätte und Gästehaus auch das Weiherer Biermuseum seiner Bestimmung übergab.
Das Herzstück des Museums bildet die Krugsammlung von Hansi Cölsch. Der Zweibrückener (Rheinland-Pfalz) ist ein Stammgast des Brauerei-Gasthofes und kommt seit über 30 Jahren immer wieder nach Weiher. 2017 konnten die Kundmüller-Brüder seine wertvolle Krugsammlung mit rund 2000 Krügen, Etiketten und Musikinstrumenten übernehmen und mit dem Weiherer Biermuseum einen idealen Raum für Besichtigungen, aber auch Verkostungen oder kleine Seminare schaffen, wie die Brauerei mitteilte.
Den Anstich des extra für das Fest eingebrauten Biermuseum-Sondersuds übernahm die ehemalige Bierkönigin Sabine Ullrich zusammen mit dem Bamberger Landrat Johann Kalb (CSU), der zusammen mit der polnischen Landrätin Anna Konieczynka und einer Folkloregruppe gekommen war. Das obergärige, unfiltrierte Festbier war in Anlehnung an frühere Zeiten gebraut, als im Brauerei-Gasthof noch nicht in Flaschen abgefüllt wurde und die Bierfässer aus Holz noch auf dem Brauereihof selbst gepicht worden sind.
Auch am Brauereifest gab es eine Vorführung alter Fasskunst zu bestaunen. Werner Hofmann aus Roßstadt bearbeitete Fässer auf alte Art und Weise. Zudem konnten sich die Besucher auf Schautafeln Vorher-nachher-Präsentationen des Umbaus ansehen. Führungen, kulinarische Genüsse und Musik von den "Asphaltstürmern", dem "Roz-Trio" sowie dem Duo "M&M" machten das Brauereifest laut Firmenangaben zu einer gelungenen Feier.
Zur offiziellen Eröffnung war neben den geladenen Gästen aus Wirtschaft, Gesellschaft und einer polnischen Delegation des Bamberger Partnerlandkreises Jelenia Góra auch die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) gekommen. In ihrer Rede lobte die Bamberger Bierordensträgerin den Zusammenhalt der Geschäftsführer Roland und Oswald Kundmüller sowie das Ergebnis der Umbauarbeiten. Und dass ein Ort mit 100 Einwohnern nun ein eigenes Biermuseum habe, benötige unternehmerischen Weitblick, so Huml. Kaplan Christian Montag, der die Räume segnete, verglich den Glauben mit den vier Rohstoffen des Bieres: "Der Hopfen steht für die Würze und die Wirkung. Das Malz gibt dem Bier seinen Geschmack und verleiht ihm eine eigene Kraft. Wasser ist Erfrischung und löscht den Durst. Und mit der Hefe geschieht Verwandlung." red


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