Teuschnitz
Jubiläum

Bibliothek seit zehn Jahren lebendiger Treffpunkt

Angefangen hatte alles vor zehn Jahren. Dekan Peter Barthelme entwarf damals ein neues Nutzungskonzept für das Alte Torhaus, mit Erfolg: Die Bibliothek konnte in den ersten Stock des denkmalgeschützte...
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Gepflegten Blödsinn brachte der "Frankensima" dar. Foto: Heike Schülein
Gepflegten Blödsinn brachte der "Frankensima" dar. Foto: Heike Schülein
Angefangen hatte alles vor zehn Jahren. Dekan Peter Barthelme entwarf damals ein neues Nutzungskonzept für das Alte Torhaus, mit Erfolg: Die Bibliothek konnte in den ersten Stock des denkmalgeschützten Gebäudes einziehen, der Abriss war vom Tisch. Aus bescheidenen Anfängen heraus entwickelte sich die Bücherei zu einem wahren Schatzkästchen mit rund 10 000 Medien aller Art. Zahlreiche Gäste wollten dann auch beim Start in das Jubiläumsjahr dabei sein.
"Man spürt einfach eure Profession und Leidenschaft", würdigte Dekan Detlef Pötzl das Team um "Chefin" Mathilde Grüdl. Die positive Entwicklung sei vor zehn Jahren sicherlich nicht absehbar gewesen.
Das Jubiläum passe gut in das von Erzbischof Ludwig Schick ausgerufene "Jahr der Kultur" der Erzdiözese.
Bürgermeisterin Gabriele Weber erinnerte daran, dass das marode und im Besitz der Kirche stehende Torhaus zuletzt einen furchtbaren Anblick geboten. Dessen Erhalt sei auch ein Beweggrund für ihre Bürgermeisterkandidatur gewesen. Nach einigen Geburtswehen habe man schließlich alles auf die Reihe gebracht. Nachdem Menschen bereit gewesen seien, sich ehrenamtlich zu engagieren, sei es bergauf gegangen. "Wir verfügen nunmehr über eine Vorzeige-Bibliothek." Sie sei ein lebendiger Treffpunkt, was auch die vielen Ausstellungen, Konzerte oder Lesungen zeigten. Sie lud das Team zu einer Wanderung mit Einkehr in der "Bastelsmühle" ein.
"Hier fühle ich mich richtig wohl", lobte Diözesanbibliothekarin Melanie Dirauf, die auch die Glückwünsche von Domkapitular Heinrich Hohl und Erzbischof Schick übermittelte. Das in manchen Köpfen vorhandene verstaubte Bild von Büchereien gehöre längst der Vergangenheit an. Das Team in Teuschnitz habe die Zeichen der Zeit erkannt. Die Frequenz und die Ausleihzahlen belegten, dass das Geld in Teuschnitz gut angelegt sei.
Dekan Barthelme dankte dem Team, dass es sein "Kind" aufgepeppelt habe. Die langjährigen Helfer erhielten ein vom Erzbischof unterzeichnetes Ehrenzeichen des St.-Michael-Bundes. hs
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