Eltmann

Bewegung verbindet die Kinder

Die Kindergärten und die Grundschule in Eltmann setzen das Soft-Step-Programm um. Dabei hilft der Sport.
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Das Rollen auf einer schiefen Ebene macht Spaß. Die Buben und Mädchen unterstützten sich dabei gegenseitig.  Foto: Günther Geiling
Das Rollen auf einer schiefen Ebene macht Spaß. Die Buben und Mädchen unterstützten sich dabei gegenseitig. Foto: Günther Geiling
Nicht die Volleyball-Bundesligisten oder die verschiedenen Sportgruppen der SG Eltmann nahmen in diesen Tagen die Georg-Schäfer-Sporthalle in Beschlag, sondern Buben und Mädchen der vier Kindergärten und der Eltmanner Grundschule. Im Rahmen des Soft-Step-Programms treffen sich die Vorschulkinder und Erstklässler nämlich monatlich einmal, um sich besser kennenzulernen und gemeinsam und ohne Angst den nächsten Schritt des Schuleintritts für die Kindergartenkinder vorzubereiten. Der Sport bietet dazu eine besondere Möglichkeit.


Erfahrungen und Leistung

Im Vorschulalter haben Bewegungserziehung, Turnen und Sport vor allem das Ziel, der natürlichen Lebensfreude des Kindes Raum zu geben, die motorischen Fähigkeiten zu stärken und eine gesunde Entwicklung zu gewährleisten. Experten beklagen zunehmend, dass sich die körperliche Leistungsfähigkeit der Kinder gegenüber früher verschlechtert hat. Kinder sollen deswegen so früh wie möglich Gelegenheit erhalten, vielfältige Bewegungserfahrungen zu sammeln. Dabei soll das freie und kreative Erproben neuer Bewegungsmöglichkeiten im Vordergrund stehen.
Die Erzieherinnen und Lehrerinnen bauen aus diesem Anlass vorher zehn Stationen auf, auf denen bewegungsgestaltende Erfahrungen möglich sind. Dazu zählen schiefe Ebenen, Leitern, Weichböden zum Hüpfen und Rollen, Hochsteigen und Klettern. Wie in einem Zirkeltraining dürfen sich die Buben und Mädchen frei bewegen und nach einer gewissen Zeit die Stationen wechseln. Das macht den Vorschulkindern wie auch den Erstklässlern großen Spaß, wie die Veranstaltung in der Sporthalle zeigte.
An der Sprossenwand wird von einer Seite zur anderen geklettert und hier erkennt man ängstliche Kinder deutlich. Das Krabbeln durch einen Tunnel von Kästen gelingt da schon besser, ebenso wie der Slalom durch die Kegel oder das Laufen mit einem Chiffontuch vor dem Bauch. Das Balancieren ist wieder eine größere Herausforderung für die Kinder.


Gar nicht so einfach

Fangen und Werfen sind die Grundlagen für viele Ballspiele, und gerade da erscheint es dem Beobachter, als wenn dies nicht mehr so zu den regelmäßigen Übungen der Kinder in der Freizeit zählt. Fangen und Werfen sind zur Schulung von Koordination und Reaktionsvermögen wichtig, und durch das Fangen eines Balles wird die Beweglichkeit der Kinder und deren Augen-Hand-Koordination entwickelt. Dabei ist es die Aufgabe des Werfers, den Ball so genau und dosiert zu werfen, dass für den Partner das Fangen erleichtert wird. Auch wenn nicht jede Übung gelingt, sind die Kinder mit Begeisterung dabei und trauen sich dann auch, auf der schrägen Ebene zu rollen oder einen Purzelbaum zu schlagen. Auf jeden Fall erlebten die Vorschulkinder mit den Schulkindern einen interessanten Tag in der Nähe der Schule, die die Buben und Mädchen aus den vier Kindergärten in der Stadt ab September aufsuchen werden und wo sie dann zumindest in der Pause den einen oder anderen Freund wieder treffen. Aber noch ist es nicht so weit. Bald kommt die Schuleinschreibung, und es wird noch einige gemeinsame Termine geben, bei denen sich die Kinder auf den Schulanfang vorbereiten können.
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