LKR Haßberge
Fernsehen

Betreiber knipst das analoge TV-Zeitalter aus - es geht nur digital weiter

Eckehard Kiesewetter Kreis Haßberge —  Hofheim war schon im September an der Reihe, der Raum Ebern kam am vergangenen Donnerstag dran und für den Bereich Haßfurt, Eltmann, Knetzgau, Sand, Theres, Zeil...
Artikel drucken Artikel einbetten

Eckehard Kiesewetter Kreis Haßberge —  Hofheim war schon im September an der Reihe, der Raum Ebern kam am vergangenen Donnerstag dran und für den Bereich Haßfurt, Eltmann, Knetzgau, Sand, Theres, Zeil und Königsberg ist Mittwoch, 5. Dezember, der Stichtag, besser gesagt, der Schalttag. Letzte Bereiche folgen am 18./19. Dezember. Netzbetreiber, in der Region vor allem Vodafone (Kabel Deutschland), knipsen das analoge Kabelfernsehen aus, die Zukunft ist digital. Künftig wird im Kabelnetz nur noch in der sogenannten DVB-C-Technik gesendet, die nebenher auch Radiosignale übermittelt.

Der Freistaat Bayern hat festgelegt, dass im Kabel ab dem 1. Januar 2019 keine analogen TV- und Radio-Sender mehr verbreitet werden dürfen. Das analoge Programmangebot hat einen großen Teil des Kabelfrequenzspektrums beansprucht. Durch die Digitalisierung und Komprimierung der Daten können fortan deutlich mehr Fernsehprogramme auf gleicher Bandbreite übertragen werden.

"Rauschen" im Bild oder "Schnee" im Sommer sollen dann endgültig der TV-Vergangenheit angehören, die Bildqualität verbessert sich und zusätzliche Kanäle stehen zur Verfügung. Frei sollen angeblich zurzeit rund 70 digitale Sender in SD- und 19 in hochauflösender HD-Technik empfangbar sein.

Doch solche Umstellungen sind erst einmal mit Unsicherheit verbunden. Elektrohändler im Landkreis berichten von Anfragen besorgter Bürger, die fürchten, fortan auf ihren Tatort, die Tagesschau, Günther Jauch und Rosamunde Pilcher verzichten zu müssen.

Doch die Fachleute können beruhigen: Alles nicht so schlimm! Nur eine kleine Minderheit ist heute noch analog unterwegs; fast 90 Prozent der Kabelkunden bundesweit sind - oftmals ohne es zu wissen - heute schon digital ausstaffiert.

Die meisten Fernsehgeräte werden seit rund zehn Jahren serienmäßig mit der entsprechenden Technik ausgerüstet, und wer einen Flachbildschirm daheim stehen hat, kann schon fast sicher sein. Das Kürzel DVB-C auf der Geräterückseite vertreibt letzte Zweifel.

Zuschauer, die via Kabel heute auch die Sender ZDFneo, ONE oder Tagesschau 24 empfangen, haben den Sprung ins neue Zeitalter schon geschafft. Ein Zeitalter, das laut Netzbetreiber mit "Giga-Übertragungsraten" winkt.

Wer noch nicht über die entsprechende technische Ausstattung verfügt, hat die Wahl: Er benötigt entweder ein TV-Gerät mit eingebautem digitalen Kabelreceiver (DVB-C-Tuner) oder einen Digital-Receiver (im Handel erhältlich ab etwa 30 bis 40 Euro). Oder aber er steigt auf Alternativen um, beispielsweise den Empfang via Sat-Schüssel. Vielleicht aber genießt er fortan auch viele freie Stunden, ohne Hunderte von TV-Sendern, und lässt die "Glotze" einfach aus.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren