Steinbach am Wald

Beteiligung am Nahverkehrskonzept

Auch Steinbach stimmte dem vom Landkreis Kronach derzeit entwickelten Mobilitätskonzept zu. Dieses stellt den ÖPNV durch Bildung von Achsen im Taktverkehr, einen umfassenden Rufbusverkehr von 6 bis 23...
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Auch Steinbach stimmte dem vom Landkreis Kronach derzeit entwickelten Mobilitätskonzept zu. Dieses stellt den ÖPNV durch Bildung von Achsen im Taktverkehr, einen umfassenden Rufbusverkehr von 6 bis 23 Uhr für alle Kreisteile und einen kreiseinheitlich geplanten Schülerverkehr auf eine neue Grundlage. Geplanter Start ist August 2020. Hierbei ist es zwingend, dass die jeweils bislang von den Gemeinden und Schulverbänden getrennt geplanten und beauftragten Schülerverkehre in das kreisweite System integriert werden.

Europaweite Ausschreibung

Der Beschluss folgte einstimmig. Dennoch gab es Bedenken, insbesondere hinsichtlich der erforderlichen Vertragskündigung der Verkehrsunternehmen der Schülerbeförderung, deren Lose dann europaweit ausgeschrieben werden.

"Daran hängen Existenzen", appellierte FW-Fraktionsvorsitzender Josef Herrmann, bei der Vergabe - soweit dies mit den Gesetzesrichtlinien irgendwie zu vereinbaren sei - heimische Firmen zu berücksichtigen. Ähnlich äußerten sich seine Amtskollegen Peter Grüdl (SPD) und Markus Löffler (CSU). Das Projekt dürfe nicht dazu führen, heimische Unternehmen "rauszukicken", sagte Grüdl. Markus Löffler würdigte die zuverlässige Arbeit der Busunternehmen, die man gerne weiterhin in Anspruch nehmen würde.

Sein Parteikollege Manfred Fehn befürchtete, die Schülerbeförderung könnte durch die hinzukommende Personenbeförderung leiden. "Wir haben eine sehr gut funktionierende Schülerbeförderung", betonte er. Dass man dies nun an den Kreis abgibt und dieser beides in einen Topf werfe, sah er kritisch: "Ich hoffe, dass das nicht nach hinten losgeht."

Zuversichtlich, dass das Modell funktionieren wird, zeigte sich indes Angela Wiegand (CSU).

"Großer Vertrauensvorschuss"

Bürgermeister Thomas Löffler sprach von einem großen Vertrauensvorschuss, den man dem noch nicht ganz ausgereiften Modell gewähre. Dennoch war auch er guter Dinge, dass dieses am Ende des Tages gelingt.

Aufgenommen wurde als Voraussetzung für den Beschluss der Passus einer Verbesserung beziehungsweise Beibehaltung der derzeitigen Qualität der Schülerbeförderung Steinbachs und eine Schüler-"Unterwegszeit" von maximal einer Stunde.

Sobald der endgültige Vertrag vorliegt, diskutiert das Gremium nochmals darüber. hs



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