Hirschaid

Besuch auf der Schulbaustelle

Die Erweiterung der Realschule Hirschaid hat begonnen. Landrat und Bürgermeister informierten sich vor Ort.
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Wolfgang Schön vom Fachbereich Schulen am Landratsamt Bamberg, Landrat Johann Kalb, Schulleiter Michael Arnold und Hirschaids Bürgermeister Klaus Homann bei einem Baustellentermin. Foto: A. Spörlein
Wolfgang Schön vom Fachbereich Schulen am Landratsamt Bamberg, Landrat Johann Kalb, Schulleiter Michael Arnold und Hirschaids Bürgermeister Klaus Homann bei einem Baustellentermin. Foto: A. Spörlein

Von 2006 bis 2009 wurde die Realschule Hirschaid zum letzten Mal generalsaniert und erweitert. Doch 2018, zum 50. Geburtstag, platzt die Schule schon wieder aus allen Nähten. Sechs Container-Klassenzimmer sind aktuell vorhanden und trotz der vorhandenen Sporthalle und dem Ausweichquartier in der RegnitzArena wird die Planung des Sportunterrichts jedes Schuljahr zu einer logistischen Meisterleistung.

Der Grundsatzbeschluss zur weiteren Erweiterung der Schule fasste der Kreisausschuss 2015. Anfang Oktober 2018 erfolgte die Grundsteinlegung und bis Ende 2020 soll die Baumaßnahme fertiggestellt sein.

Bei einem Vororttermin informierten sich Landrat Johann Kalb (CSU), Hirschaids Bürgermeister Klaus Homann (CSU) und Wolfgang Schön, Leiter des Fachbereichs Schulen am Landratsamt, über den Baufortschritt. Schulleiter Michael Arnold freute sich sehr, dass die dringend benötigte Baumaßnahme jetzt angelaufen ist. Insbesondere für die Ganztagesbetreuung, in Hirschaid gibt es sie in einer gebundenen und einer offenen Form, wird dringend Platz gebraucht.

Bedarf bleibt hoch

Der Schulleiter berichtete über weiterhin stabile Schülerprognosen und sah für die Zukunft keine Veränderungen im Übertrittsverhalten. Im Schuljahr 2018/2019 gab es in Hirschaid vier Eingangsklassen mit 113 Schülerinnen und Schülern. Für Wolfgang Schön war es ganz wichtig, dass im Vorfeld ein relativ großes Grundstück erworben werden konnte, sodass mit dem Neubau auch eine ansprechende Außenfläche mit Aufenthaltscharakter entstehen kann.

Die Erweiterung erfolgt an der Ostseite des bestehenden Schulgebäudes. Durch diesen Anbau mit einer Grundfläche von etwa 21,5 mal 42 Meter werden die fehlenden Räume aus dem abstrakten Raumprogramm von 2014 hergestellt. Das Gebäude ist zweistöckig geplant und eine Aufstockung um ein weiteres Stockwerk ist möglich. Im Erdgeschoss entstehen Räume für die Ganztagesbetreuung, ein Musikraum, die Mensa mit Küche und Nebenräumen sowie Räume für Büronutzung und Elternberatung. Im Obergeschoss werden sieben Klassenzimmer, ein Ausweichraum, Technikflächen und Nebenräume angeordnet sein.

Es ist eine direkte Verbindung zum Bestandsgebäude über einen verglasten Verbindungsbau vorgesehen. Dazu kommt eine Doppelsporthalle, die bei Bedarf zu einer Dreifachsporthalle erweitert werden kann.

Landrat Kalb betonte, dass für den Erweiterungsbau qualitativ hochwertiges und schadstoffarmes Baumaterial verwendet wird. Darüber hinaus lege man großen Wert auf Energieeffizienz. Der Anbau mit seinem "grünen Dach" wird mittels des vorhandenen Holzpelletkessels geheizt. Für die Spitzlastabdeckung gibt es eine Gasheizung. Eine Photovoltaik-Anlage ist hauptsächlich für die Eigenstromnutzung geplant. Der Anbau bekommt eine vorgehängte hinterlüftete Holzfassade.

Die Gesamtkosten für die Erweiterung belaufen sich voraussichtlich auf 13,2 Millionen Euro. Dafür ist eine Förderung von insgesamt 6,6 Millionen Euro zugesagt worden. Mit der Baumaßnahme soll auch die angespannte Verkehrssituation vor der Schule besser geregelt bzw. entspannt werden. Dafür ist man bereits jetzt in engem Kontakt mit dem Markt Hirschaid.

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