Rödental

Bestleistung bei der "Deutschen"

Alina Gerber (18) von der SG Rödental überzeugte bei ihrer ersten Teilnahme an einer deutschen Meisterschaft auf ganzer Linie und wurde Zwölfte. Der 13-jährige Raphael Finzel vom TV 48 Coburg sammelt wertvolle Erfahrungen.
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Alina Gerber von der SG Rödental zeigte bei den deutschen Mehrkampf-Meisterschaften eine starke Kür am Schwebebalken. Fotos: privat
Alina Gerber von der SG Rödental zeigte bei den deutschen Mehrkampf-Meisterschaften eine starke Kür am Schwebebalken. Fotos: privat
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Zu den diesjährigen Deutschen Meisterschaften der Mehrkämpfer reiste Alina Gerber als amtierende Bayerische Meisterin ihrer Altersklasse (18 bis 19 Jahre) an, und bestätigte ihre Qualifikation mit neuer Bestleistung. Sie war die erste Turnerin der SG Rödental, die an einer Deutschen Meisterschaft teilnahm.

Da die Vorbereitung nicht optimal lief, reiste sie mit gemischten Gefühlen an. Da die Qualifikationspunktzahl nicht auf einen Treppchenplatz hoffen ließ, wurde als Ziel die Bestätigung der Quali-Punktzahl oder besser, ausgegeben. Etwas nervös, aber dennoch ruhig ging Alina Gerber an die Geräte und bewies erneut ihre Eigenschaft als Wettkampftyp. Nach dem gemeinsamen Einmarsch aller Turnerinnen und der anschließenden Nationalhymne ging es an das Startgerät Stufenbarren. Konzentriert und souverän präsentierte sie ihre Übung und wurde mit 10,50 Punkten belohnt.

Mit diesem geglückten Start und aufgrund einiger Unsicherheiten der Konkurrentinnen ging die SGlerin wesentlich lockerer an den nun folgenden Schwebebalken. Ohne Absteiger spulte sie auch hier ihr Programm gekonnt ab und erhielt für ihren Vortrag 10,65 Punkte.

Nach dem Einturnen am Boden hatte Alina die nötige Sicherheit um auch an diesem Gerät ihre Übung fehlerfrei zu präsentieren und sich mit 11,55 Punkten erneut zu steigern. Beim abschließenden Sprung war die Nervosität völlig verflogen und mit ihrer an diesem Tag höchsten Note von 12,40 Punkten belohnte sich die Turnerin für ihren tollen Vormittagsdurchgang.

Danach standen die Leichtathletik-Disziplinen Lauf, Weitsprung, Kugelstoßen und Schleuderball an. Nach relativ schwachen 15,10 Sekunden im 100 Meter reihte sich die SGlerin beim Weitsprung mit 4,20 Meter wieder im guten Mittelfeld ein.

Oft entscheidet sich der Mehrkampf erst in den beiden Wurfdisziplinen. Deshalb wurde während der Vorbereitung immer wieder an der Technik gefeilt. Mit einer Weite von 8,94 Meter erzielte Gerber ihre diesjährige Bestweite und machte auf die Konkurrenz einigen Boden gut. Während andere Teilnehmerinnen beim Schleuderball Probleme hatten, erzielte sie mit 38,20 Meter ihre absolute Bestweite. Lediglich die spätere Siegerin legte noch eine Schippe drauf.

Mit einer Gesamtpunktzahl von 83,303 Punkten steigerte sie sich um fast zwei Punkte. Damit kam sie auf Rang 12 und ließ die Hälfte des Teilnehmerfeldes hinter sich. Eine insgesamt sehr starke Leistung bei der ersten Teilnahme an einer Deutschen Mehrkampfmeisterschaft. reu

Talent Finzel erstmals am Start

Raphael Finzel vom TV 48 Coburg hatte sich über die B-Qualifikation bei den bayerischen Meisterschaften für die deutschen Meisterschaften im Sechskampf (Gerätturnen, Boden, Barren, Reck, 75-Meter-Lauf, Weitsprung und Kugelstoßen) der Schüler 12 bis 13 Jahre qualifiziert. Begleitet von seinem Trainer Uwe Liebkopf startete er mit dem Weitsprung.

Mit einer Weite von 3,78 Meter (21 Zentimeter kürzer als bei den Bezirksmeisterschaften) begann er den Wettkampf allerdings nicht optimal. Die Kugel stieß er auf gute 6,08 Meter. Für die Leichtathletik-Disziplinen stand abschließend der 75-Meter-Sprint auf dem Programm. Mit 11,93 Sekunden war er ein paar Zehntel langsamer als bei den Bayerischen. Seine Leistungen reichten, wie erwartet, für einen Platz im hinteren Drittel seines Jahrgangs.

Ohne große Pause ging es vom Stadion in die Turnhalle zum Einturnen. 7,35 Punkte am Reck waren der Lohn für eine gute und flüssig geturnte Übung. Ein guter Einstig ins Turnen. Am Boden, seine Paradedisziplin, zeigte er eine solide Leistung. Mit sauber vorgetragenen Saltos und gut geturnten Verbindungsteilen ging der Coburger mit guten 10,40 Punkten von der Matte.

Aufgeregt startete er an seinem Angstgerät, dem Barren. Mit gemischten Gefühlen begann er seine letzte Übung. Nach dem dritten Teil brach er ein und stürzte, turnte die Übung daraufhin aber noch zu Ende. Da die Kampfrichter verschiedene Elemente nicht anerkannten, reichte es nur zu ärgerlichen 3,40 Punkten.

Das war für Finzel deprimierend, denn damit fiel er weit zurück. Dennoch war dieser Wettkampf für den talentierten Mehrkämpfer ein tolles Erlebnis. Damit ist sein Ehrgeiz für 2020 geweckt, um die direkte "Quali" zu schaffen. ul

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