Bad Rodach

Beschluss oder nicht Beschluss?

Kritik an einigen Arbeiten, die die Verwaltung hat durchführen lassen, nahm breiten Raum in der Sitzung des gremiums ein. Das Gremium möchte in Entscheidungen stärker eingebunden werden.
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Die jüngste Baumfällaktion im Bereich "Pommerle"/Feuchtwald der Stadt Bad Rodach hielt nun auch Einzug in den Bau- und Umweltausschuss. Christoph Herold (CSU) brachte das Thema aufs Tapet. Er kritisierte, dass die Maßnahme nicht im Vorfeld im Bauausschuss behandelt wurde, obwohl dieser nach seiner Auffassung eindeutig zuständig gewesen wäre.

Weiter kritisierte er, dass die Stadträte nur im Rahmen von "Bekanntgaben" informiert wurden. "Es war keine Beschlussvorlage da", betonte Herold weiter. Von der Verwaltung wollte er wissen, welche Referate der Stadt in die Maßnahme eingebunden war. Sowohl Michael Fischer, als Liegenschaftsverwalter, als auch Dirk Hochberger als Bauamtseiter erläuterten ihm, in welchen Umfang die Ämter tätig wurden. Den Vorwurf, dass der Schlamm aus dem "Eisteich" in einem Vogelschutzgebiet abgelagert wurde, wies Hochberger vehement zurück. Die Stadt sah sich vor die Entscheidung gestellt, den von vielen Bürgern genutzten Fußweg durch das Auwäldchen zu sperren oder aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht, die größeren Bäume zu fällen. Das wurde schließlich getan. Inzwischen haben bereits Ersatzpflanzungen begonnen. Einige Bürger hatten sich über die Aktion beschwert.

Fachstellen wurden gehört

Der Verwaltung warf Herold weiter vor, dass bei der Änderung des Flächennutzungsplans Nummer 24 (Thermalbadstraße/Heldburger Straße) nicht berücksichtigt wurde, dass hier ein Biotop vorhanden ist. Dirk Hochberger stellte klar, dass bei einer Änderung des Flächennutzungsplans grundsätzlich die Träger öffentlicher Belange, darunter auch die untere Naturschutzbehörde gehört wird. "Wozu gibt es Fachstellen?" fragte Hochberger.

Für nicht in Ordnung befindet Zweiter Bürgermeister Ernst-Uwe Geiling (FW)das Vorgehen der Stadt im Bereich der Minigolfanlage in Bad Rodach. Hier wurde eine Fläche befestigt um zusätzliche Parkplätze für die Besucher der Anlage zu schaffen. Nach Meinung von Geiling hat die Stadt hier gegen bestehende Absprachen gehandelt. Eine Notwendigkeit für das Vorgehen konnte er nicht erkennen: "Es war sinnlos, die Fläche zu befestigen", betonte der Zweite Bürgermeister. Der Darstellung, dass eine Absprache bestand, nach der die Befestigung dieser Fläche nicht durchgeführt werden sollte, widersprach Bürgermeister Tobias Ehrlicher (SPD).

Neue Bäume für Gauerstadt

Bäume wurden auch in der Billmuthäuser Straße im Stadtteil Gauerstadt gefällt. Allerdings mit weit weniger Emotionen begleitet. Die Stadt sagte den Bürgern zu, Neuanpflanzungen vorzunehmen. Bei einem Vororttermin wurde nun festgelegt, wo neue Bäume gepflanzt werden sollen. Auf Vorschlag von Dirk Hochberger sollen hier 17 neue Ulmen für einen Alleecharakter an der Straße und den Erhalt der selten gewordenen Baumart sorgen. Die genauen Kosten konnte Hochberger noch nicht beziffern, da der Preis für die Bäume abhängig von deren Größe ist. Er rechnet mit 600 bis 700 Euro je Baum.

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