Schwürbitz
schwürbitz.inFranken.de  Die Zimmerstutzen-Schützen-Gesellschaft 1874 hat ein neues Königshaus.

Berthold und Höppel sind ganz vorne

Am Schützenfestsonntag war es wieder soweit: Die Schützen der Zimmerstutzen-Schützen-Gesellschaft 1874 versammelten sich, um vor den Musikpavillon zu ziehen und das neue Königshaus zu proklamieren. Di...
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Gruppenbild nach der Proklamation: Vorstandschaft, dritter Bürgermeister und die neuen Königshäuser präsentieren sich.  Foto: Stefan Motschenbacher
Gruppenbild nach der Proklamation: Vorstandschaft, dritter Bürgermeister und die neuen Königshäuser präsentieren sich. Foto: Stefan Motschenbacher

Am Schützenfestsonntag war es wieder soweit: Die Schützen der Zimmerstutzen-Schützen-Gesellschaft 1874 versammelten sich, um vor den Musikpavillon zu ziehen und das neue Königshaus zu proklamieren. Die Blaskapelle Schwürbitz gestaltete den Abend mit stimmungsvollen Liedern und reichlich Gesang, was bei den Besuchern richtig gut ankam.

Schützenmeister Michael Tischler hatte eine lange Dankesliste vorbereitet, gehören zu einem solchen Fest doch sehr viele helfende Hände, Sponsoren und Gönner. Bevor die neuen Könige ins Amt gehoben werden, ist es bei den Schwürbitzern Tradition, dass die "alten Könige" noch einmal ein Wunschlied dirigieren dürfen. Jungkönig Justin Münch machte seine Sache ebenso gut, wie Melanie Imhof, die als Königin "abdankte". Nach der "singenden Königin" Gudrun Marr vor zwei Jahren, wagte sich der scheidende König Helmut Schnapp nicht nur an den Dirigentenstab, sondern als passionierter Sänger auch ans Mikrofon. Aus voller Brust sang er zu den Klängen der Musik das Frankenlied. Schnapp ließ keinen Zweifel daran, dass er nach der Sperrfrist noch einmal nach der Königswürde greifen werde.

Nach dem feierlichen Einzug spielten die Musiker unter der abwechselnden Leitung von Dirigent Michael Stettner und erstem Vorsitzendem Oswald Kremer Bayernhymne und Deutschlandlied, bevor Schützenmeister Michael Tischler die neuen Königshäuser ausrief. Beginnend mit dem Jungkönig hatte der Vorsitzende für alle Teilnehmer eine kurze Geschichte parat.

Er freute sich mit allen Anwesenden darüber, dass mit Danny Wich (23,2 Teiler) einer der zuverlässigsten und aktivsten Jungschützen die Ehre erringen konnte. Seine Ritter sind Christian Zimmermann und Justin Münch. Ebenfalls eine ganz junge Schützenschwester ist neue Königin: Unter dem Beifall ihrer Familie, der Schützendamen und natürlich aller Anwesenden wurde Francesca Berthold (53,6 T.) neue Königin der Gesellschaft. Ihre Ritterinnen sind Gudrun Marr und Helga Geiger. Bei dieser Gelegenheit lobte Schützenmeister Michael Tischler die Qualität der von den Damen abgegebenen Königsschüsse, waren doch von den 10 bestplatzierten die ersten acht im 10-Ringe-Bereich.

Bei den Herren wusste der Schützenmeister natürlich ebenfalls so manche Geschichte aus der "Karriere" des jeweiligen Schützen zu berichten. Mit Jochen Höppel (47,7 T.) wurde ein Schützenbruder König, dem dieses Kunststück bereits vor zehn Jahren einmal gelungen war. Er musste, ebenso wie Jungkönig und Königin viele Hände schütteln und ergriff das Mikrofon. In einer durchaus selbstkritischen Rede versprach er, mit dieser Regentschaft "einiges wieder aufzubauen, was eventuell durch so manche Aktion kaputt ging". Dafür gab es reichlich Beifall und der König lud anschließend an Bar und Schänke die Mitglieder ein, auf das "neue Jahr" kräftig anzustoßen. Auch wird nun ein Friseursalon wohl einen Tag nur für Jochen Höppel öffnen müssen, damit die "wallende Haarpracht" fallen kann. Die schwere Schützenkette wechselte den Träger und der scheidende König Helmut Schnapp ließ sich gleich wieder als erster Ritter feiern. Zweiter Ritter wurde Schriftführer Stefan Wich. Über 200 Schützinnen und Schützen hatten sich am Hauptschießen beteiligt. sm

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