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Bildung

Bernhard Schurig prägte die VHS Haßberge

"Bernhard Schurig hat das Gesicht der Volkshochschule Haßberge in den letzten 35 Jahren geprägt wie kein anderer." Das sagte anerkennend Holger Weininger, Geschäftsführer der VHS. Ab Juni geht der 63-...
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Bernhard Schurig (Mitte) wurde nach 35-jähriger Tätigkeit bei der VHS von Geschäftsführer Holger Weininger (rechts) verabschiedet. Seine Nachfolge tritt Christian Ruser (links) an.  Foto: Christian Licha
Bernhard Schurig (Mitte) wurde nach 35-jähriger Tätigkeit bei der VHS von Geschäftsführer Holger Weininger (rechts) verabschiedet. Seine Nachfolge tritt Christian Ruser (links) an. Foto: Christian Licha

"Bernhard Schurig hat das Gesicht der Volkshochschule Haßberge in den letzten 35 Jahren geprägt wie kein anderer." Das sagte anerkennend Holger Weininger, Geschäftsführer der VHS. Ab Juni geht der 63-jährige Zeiler in die passive Phase der Altersteilzeit, was Anlass war, seine Verdienste um die VHS dieser Tage bei einer offiziellen Verabschiedung Revue passieren zu lassen. Zumindest aber als Kursleiter für das Gitarrespielen, speziell für Erzieherinnen, bleibt Schurig der VHS noch einige Zeit erhalten. Als Nachfolger wurde Christian Ruser vorgestellt, der bereits seit März in den Bereich der Programmleitung und Außenstellkoordination eingearbeitet wird.

Bereits vor seiner Festanstellung im Jahr 1985 hatte Schurig intensiven Kontakt mit der VHS, die damals noch "Verband der Volkshochschulen im Landkreis Haßberge e. V. " hieß. Der damals erste Geschäftsführer Josef Mikus nahm Schurig seinerzeit unter seine Fittiche, als er bereits 1978 während seines Pädagogik-Studiums ein Praktikum in der Einrichtung absolvierte. Schurig, der als leidenschaftlicher Musiker damals schon Gitarrenkurse in der VHS gab und auch freiberuflich unter anderem die Leitung des Zupforchesters des Haßbergvereins innehatte, kam es sehr entgegen, als im eine Halbtagesstelle bei der VHS angeboten wurde. Der Bedarf an Kursen stieg enorm und die Zahl der Veranstaltungen ging steil nach oben, so dass sich die Tätigkeit zum Vollzeit-Job weiter entwickelte.

Unter Bernhard Schurig als Programmleiter und Außenstellenkoordinator wuchs die VHS zu dem, was sie heute ist, nämlich nach den Städten Aschaffenburg, Würzburg und Schweinfurt die größte Volkshochschule auf Landkreisebene in Unterfranken. Daneben wurden Projekte wie das Umweltbildungszentrum (Ubiz), Aurena, Lisa und Möbel Zak ins Leben gerufen. Heute finden bis zu 1500 Veranstaltungen im ganzen Landkreis statt, wobei davon rund 1000 Termine bei den Außenstellen beheimatet sind.

Auch Kursleiterqualifikationen wurden eingeführt, wie Schurig berichtet. So habe man zum Beispiel für das Gedächtnistraining, für das es kaum Kursleiter gab, zusammen mit dem Bundesverband Gedächtnistraining zehn neue Mitarbeiter akquiriert und ausgebildet.

In den Startlöchern steht bereits Christian Ruser, der Nachfolger von Schurig ist. Als geborener Münchner studierte er in Heidelberg Germanistik, bevor er zuletzt in Norddeutschland bei Bremen pädagogischer Mitarbeiter bei einer VHS war. Seine umfangreiche Erfahrung im Bildungsbereich und seine überzeugende Erscheinung waren für Geschäftsführer Holger Weininger und VHS-Vorsitzenden Holger Baunacher ausschlaggebend, den 39-jährigen Familienvater einzustellen, der jetzt seine neue Heimat in Knetzgau hat.