Stadtsteinach
verabschiedung

Bernhard Odörfer hat 45 Jahre im Steinbruch gearbeitet

Die Arbeit im Steinbruch kann auch Freude machen. Bestes Beispiel dafür sind Bernhard Odörfer, der 45 Jahre lang bei der Firma Schicker gearbeitet hat, und Hans Brendel. Beide wurden nun in den Ruhest...
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Für Bernhard Odörfer aus Guttenberg ist dieser Winter der letzte, den er im Steinbruch verbringen wird: Nach 45 Jahren geht der Mitarbeiter der Firma Schicker in den wohlverdienten Ruhestand. Fotos: Sonny Adam
Für Bernhard Odörfer aus Guttenberg ist dieser Winter der letzte, den er im Steinbruch verbringen wird: Nach 45 Jahren geht der Mitarbeiter der Firma Schicker in den wohlverdienten Ruhestand. Fotos: Sonny Adam
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Die Arbeit im Steinbruch kann auch Freude machen. Bestes Beispiel dafür sind Bernhard Odörfer, der 45 Jahre lang bei der Firma Schicker gearbeitet hat, und Hans Brendel. Beide wurden nun in den Ruhestand verabschiedet.

Mit 63 Jahren hat sich Bernhard Odörfer den Ruhestand verdient. 45 Jahre hat er im Steinbruch gearbeitet. "Ich habe eigentlich alles gemacht, außer Betriebsleiter", lacht er, wenn er auf seinen beruflichen Werdegang zurückblickt. Aktuell verkauft er Schotter und Steine für die Hartsteinwerke Schicker.

Schon wieder kommt ein Kunde. "Wie viel hast du? 4,8 - das ist 16er?", kommentiert er die Ladung. Je nach Körnung wird der Kies mit Ziffern klassifiziert. "Ich mache das gern. Der Kontakt mit den Kunden gefällt mir. Und wir haben 20 Sorten Kies, auch gewaschenen Mainkies und Schotter. Ich kann mit den Kunden gut umgehen", sagt Bernhard Odörfer zufrieden. Gelernt hat Odörfer eigentlich Metzger. Doch weil sein Vater schon bei den Hartsteinwerken Schicker gearbeitet hatte, kam auch er in den Betrieb. "Ich bin dann Aufbereitungsmechaniker im Bereich Naturstein geworden", erzählt Odörfer. In seinem Berufsleben hat er riesige Radlader und Großmuldenkipper gefahren. "Ich habe drei Betriebsleiter erlebt", so Odörfer.

Was er genau im Ruhestand macht, weiß er noch nicht. "Aber ich habe ein E-Bike, da will ich dann mal langsam anfangen, ein bisschen mehr zu fahren - also im Frühling. Und außerdem will ich wandern", hat sich Odörfer vorgenommen.

Der Betriebsleiter der Hartsteinwerke Schicker, Oswin Kirchner, dankte bei der vorweihnachtlichen Feier dem verdienten Mitarbeiter für seine Treue.

Nicht nur Odörfer geht in den Ruhestand, auch Hans Brendel. Er ist gelernter Maschinenbauer und Photovoltaikmechaniker. Wegen eines Knieleidens konnte er jedoch nicht mehr auf Dächer steigen. So kam er vor dreieinhalb Jahren zu den Hartsteinwerken. Er hat den großen Dozer-Lader gefahren. "Der schafft 30 Tonnen", erinnert sich Brendel gerne zurück. Dass er den Lkw-Führerschein hatte, kam ihm bei seinem Job zugute.

Im Ruhestand möchte es Brendel jetzt etwas ruhiger angehen lassen. "Ich habe bestimmt 20 Puzzles zu Hause. Die mache ich gern." Außerdem hat er sich vorgenommen, sich mit Kreuzworträtseln geistig fit zu halten.

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