Adelsdorf

Bernd Lohneiß geht in die Luft

Der frühere Leiter des Gymnasiums löste ein Abschiedsgeschenk ein.
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Zusammen mit einem erfahrenen Gleitschirmflieger schwebte Lohneiß über den Aischgrund. Foto: privat
Zusammen mit einem erfahrenen Gleitschirmflieger schwebte Lohneiß über den Aischgrund. Foto: privat

So mancher Lehrer ist sicher schon mal aus der Haut gefahren oder in die Luft gegangen. Bernd Lohneiß, der frühere Leiter des Höchstadter Gymnasiums, ist inzwischen seit mehr als einem halben Jahr im Ruhestand - in die Luft ging er am vergangenen Sonntag aber trotzdem. Das Abschiedsgeschenk des Elternbeirats im Februar war nämlich ein Gutschein für einen Tandem-Gleitschirm-Flug, damit "Bernd der Baumeister", wie er scherzhaft wegen der vielen Renovierungsmaßnahmen an der Schule in seiner Amtszeit genannt wurde, "künftig nicht mehr auf Baukräne steigen muss".

Das Wetter war traumhaft, und die Gleitschirmschule Thomas hatte ihn zum Einlösen des Gutscheins nach Adelsdorf eingeladen. Nach einer kurzen Unterweisung durch Stephan Schott von der Gleitschirmschule rannten Bernd Lohneiß und Hans Kuhn, der stellvertretende Vorsitzende des Elternbeirats, los, und bald waren beide in luftiger Höhe. "Das Adrenalin war spürbar!", erzählte Hans Kuhn hinterher begeistert. "Die Idee des Elternbeirates fand ich sehr gut", so Lohneiß, "und dass ich gern fliege, war bekannt".

Nachahmung empfohlen

In seiner Bundeswehrzeit hatte er sogar an einem Auswahlverfahren für Piloten bei der Lufthansa teilgenommen, aber Ohrprobleme verhinderten seinen Berufswunsch. Bammel vor dem Flug hatte er nicht. "Ich war aber sehr neugierig, wie der Ablauf ist, und es war sehr interessant, alles mitzubekommen." Mit der Seilwinde wird man hochgezogen. "Als das Zugseil ausgeklinkt war, fühlte ich mich wie ein Vogel, einfach fantastisch. Ich hätte stundenlang in der Luft bleiben können", schwärmt Lohneiß. "Ich würde jedem empfehlen, so etwas mal auszuprobieren. Man fühlt sich frei und bekommt einen anderen Blickwinkel auch auf unsere wunderschöne Landschaft."

Für ihn war es ein tolles Gefühl und er überlegt sich jetzt, ob er nicht einmal einen Kurs belegen soll, um dann am Ende vielleicht mal einen Flug alleine zu bewältigen. "Es war einfach ein tolles Gefühl und ich hatte viel Spaß und Freude. Meine halbe Familie, meine Frau, zwei Töchter und drei Enkelinnen wollten den Papa und Opa am Schirm hängen sehen. Es war ein unvergessliches Erlebnis!"

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