Bad Kissingen
badkissingen.inFranken.de  50 Bürger aus dem Wahlkreis trafen Sabine Dittmar (SPD).

Berlin ist eine Reise wert

Besuche im Bundeskanzleramt, im Finanzministerium oder eine Führung durch das Stasi-Museum in Berlin-Lichtenberg waren nur einige der vielen Programmpunkte, die 50 Bürger aus dem Wahlkreis auf Einladu...
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Besuche im Bundeskanzleramt, im Finanzministerium oder eine Führung durch das Stasi-Museum in Berlin-Lichtenberg waren nur einige der vielen Programmpunkte, die 50 Bürger aus dem Wahlkreis auf Einladung der SPD-Bundestagsabgeordneten Sabine Dittmar in der deutschen Hauptstadt erlebt haben.

Der Potsdamer Platz? Nicht erreichbar! Der große Stern, in dessen Mitte "Goldelse", wie die Berliner die Siegessäule liebevoll nennen, steht? Nicht passierbar! Die Besucher aus den Landkreisen Bad Kissingen, Bad Neustadt und Haßberge erlebten hautnah, wie die Klimaproteste das Leben und vor allem das Vorankommen in der Hauptstadt beeinflussten.

"Kein unüberwindbares Hindernis, aber ein sehr interessantes Erlebnis", fasst Manfred Hoffmann, der die Gruppe begleitete, die Aktionen der Aktivisten zusammen. Politik hautnah eben.

Die gab es an den vier Tagen auch im Finanzministerium oder im Bundeskanzleramt zu erleben. Dort durften die Bürger sogar einen Blick an den Kabinettstisch und in den Ehrenhof werfen, auf dem sonst die Staatsgäste mit militärischen Ehren und rotem Teppich empfangen werden.

"Wir wollen Wählerinnen und Wählern die Möglichkeit geben, einmal einen Blick hinter die Kulissen von Bundestag oder Ministerien zu werfen", erklärt Sabine Dittmar. Es sei wichtig, sich selbst ein Bild von der Arbeit der Abgeordneten und des Parlaments machen zu können.

Fester Bestandteil der Fahrten, zu denen man sich in den Wahlkreis-Büros der SPD-Abgeordneten anmelden kann, ist auch ein Besuch im Bundestag mit anschließender Diskussion. "Im Austausch und im Gespräch bekommt man oft wichtige Rückmeldungen oder Anregungen", sagt Sabine Dittmar. Neben Fragen zu Gesetzgebungsverfahren standen dabei vor allem gesundheitspolitische Themen, wie die Zukunft der Pflege oder die Organspende auf der Agenda der Besucher.

Neben den politischen Schwerpunkten wurde Berlin während der vier Tage auch geschichtlich unter die Lupe genommen. Bei einem Besuch im Stasi-Museum in Lichtenberg konnten die Besucher sich ein Bild von den Methoden machen, mit denen in der DDR Bürger ausspioniert und unter Druck gesetzt wurden. Unter anderem gab es die Möglichkeit zu einem Gespräch mit einem wegen Fluchtplänen inhaftierten und später freigekauften Zeitzeugen.

Am Gendarmenmarkt ging es bei einer Führung durch die Ausstellung "Wege, Irrwege, Umwege" im Deutschen Dom um die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland.

Abgerundet wurde das Programm mit einem Besuch in der Bayerischen Landesvertretung, einem Abstecher ins Alliiertenmuseum und mit einer Stadtrundfahrt, bei der unter anderem die vielen Botschaften, die es in der Hauptstadt gibt, zu sehen waren. Als sich die Gruppe wieder auf den Heimweg machte, waren sich alle einig: "Berlin, auch das politische, ist eine Reise wert." red

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