Obertrubach

Bereits vor 133 Jahren wurde Obertrubach zum "glänzend beleuchteten Ort"

Am kommenden Freitag, 3. Januar, steht in Obertrubach die Lichterprozession zum kirchlichen Brauchtums-fest "Ewige Anbetung" an. Wie ist die Tradition entstanden? Das Fest der "Ewigen Anbetung" geht a...
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Die Betenden ziehen von der Kirche St. Laurentius durch den Ort. Foto: p
Die Betenden ziehen von der Kirche St. Laurentius durch den Ort. Foto: p

Am kommenden Freitag, 3. Januar, steht in Obertrubach die Lichterprozession zum kirchlichen Brauchtums-fest "Ewige Anbetung" an. Wie ist die Tradition entstanden?

Das Fest der "Ewigen Anbetung" geht auf das Jahr 1759 zurück und wurde von Bischof Adam Friedrich von Seinsheim für das Bistum Bamberg erneuert. An jedem Tag des Jahres sollte in einer der Kirchengemeinden des Bistums ein "Tag des Gebetes" abgehalten werden, teilt die Gemeinde Obertrubach mit.

Der Brauch der Schlussprozession zur Ewigen Anbetung in Obertrubach lässt sich gesichert bis in das Jahr 1886 zurückdatieren. Ursprünglich dauerte die zehnstündige Anbetung drei Tage.

Pfarrer Georg Hollmann aus Obertrubach schrieb im Jahre 1886 in der Pfarrchronik das Folgende: "Die zehnstündige Anbetung wird in der hiesigen Pfarrei nach der neuen Ordnung am 08., 09. und 10. Januar feierlich abgehalten. An jedem Tag ist früh um sechs Uhr ein bestelltes Engelamt, dann beginnen die Betstunden, von denen die erste und letzte Stunde vom Pfarrer vorgebetet wird. Am dritten Tage abends feierlicher Schluss mit Prozession im glänzend beleuchteten Ort".

Heute feiert Obertrubach die Ewige Anbetung am 2. und 3. Januar mit der feierlichen Schlussprozession am 3. Januar und tausenden Wachslichtern an den Berg- und Felsenhängen. Seit wann diese Festlegung gilt, ist nicht bekannt.

Ablauf der Lichterprozession

Gegen 17 Uhr, nach der letzten Betstunde, beginnt die stimmungsvolle Lichterprozession an der Pfarrkirche Sankt Laurentius und zieht, begleitet von Vereinsabordnungen, mit dem Allerheiligsten durch den Ort, dessen Häuser zu Ehren Gottes und zur Freude der Besucher mit religiösen Motiven festlich geschmückt sind. An den Hängen brennen tausende Wachslichter, die von ehren-amtlichen Helfern hergestellt, verteilt und entzündet werden. Das Lichtermeer soll veranschaulichen, dass Christus das Licht der Welt ist.

Das kirchliche Brauchtumsfest der Ewigen Anbetung mit der feierlichen Schlussprozession wird in dieser Form nur noch in wenigen Orten des Bistums abgehalten. Für das leibliche Wohl der Besucher wird in den Gaststätten der Orte Obertrubach, Bärnfels und Hundsdorf gesorgt.

Weitere Informationen zur Lichterprozession erhalten Interessieren auf der Homepage www.trubachtal.com oder bei der Tourist-Info der Gemeinde Obertrubach (Teichstraße 5, 91286 Obertrubach), Ansprechpartnerin ist Sylvia Müller (0 92 45 / 9 88 - 13). red

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