Coburg

Bequem von zu Hause aus die Stimme abgeben

Am 24. September wird zum 19. Mal der Bundestag gewählt. Dann entscheidet sich, welche Parteien in das Parlament einziehen dürfen. Es ist ein wichtiges Them...
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Am 24. September wird zum 19. Mal der Bundestag gewählt. Dann entscheidet sich, welche Parteien in das Parlament einziehen dürfen. Es ist ein wichtiges Thema für alle Wahlberechtigten, und gerade unerfahrene Wähler fragen sich vielleicht, wie sie wählen können: Müssen sie sich zu einem vorgeschriebenen Wahlraum begeben, oder können sie auch gemütlich von zu Hause aus ihre Stimme abgeben?
Wer es aus gesundheitlichen, physischen oder zeitlichen Gründen nicht schafft, zur Wahl zu gehen, oder einfach nur zu bequem ist, der kann sich die Briefwahlunterlagen zuschicken lassen. Diese kann man nun auch online über die Homepage der Stadt Coburg beantragen (nicht telefonisch), oder man holt sie sich im Wahlamt der Stadtverwaltung ab.
Die Online-Funktion wird derzeit von ungefähr 30 Prozent der Briefwähler genutzt, und 50 Prozent holen sich die Unterlagen persönlich ab.


Was man dafür benötigt

Wer unbefugt wählt, indem er im Namen eines anderen einen elektronischen Wahlschein beantragt und damit das Wahlergebnis verfälscht, muss mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe rechnen.
Zur Briefwahl benötigt man von der Kommune einen amtlichen Stimmzettel, einen amtlichen Stimmzettelumschlag und einen amtlichen Wahlbriefumschlag. Der persönlich ausgefüllte Wahlzettel muss spätestens am Wahltag bis 18 Uhr im Wahlamt eintreffen oder persönlich abgegeben werden. Die Briefzustellung ist noch bis zum 20. September, 20 Uhr, möglich.
Bei der letzten Bundestagswahl 2013 wurden in der Stadt Coburg ungefähr 6800 Anträge auf Briefwahl gestellt. Laut Dieter Scholz vom Wahlamt sind es diesmal 5000 Antragsteller. "Wir rechnen aber mit zirka 7500 Anträgen", erläutert Scholz.


Was kostet es die Stadt?

Die Zusendung der Unterlagen ist für die Wahlberechtigten kostenlos. Die Kommune alleine trägt die Kosten, die sie aber zum Teil wieder vom Bund erstattet bekommt. "Welche Kosten genau auf uns zukommen, wissen wir erst, wenn die Rechnung da ist", sagt Peter Schrickel, Leiter des Wahlamtes. "Die Stadt bekommt auch nicht alles zurück, was an Kosten angefallen ist. Sie legt also bei der Briefwahl drauf", resümiert Schrickel. lb

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