Kirchehrenbach
kirchehrenbach.inFranken.de  Die Kirchehrenbacher Mönche der Abtei Münsterschwarzach legten vor 60 beziehungsweise 40 Jahren ihre Profess ab.

Benediktiner-Patres feiern Jubiläen

In einem Pontifikalgottesdienst in der Benediktinerabtei haben sieben Patres und Brüder der Abtei Münsterschwarzach (Landkreis Kitzingen) ihre Profess-, Priester- und Missionsjubiläen begangen. Zu den...
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Bruder Anselm Schütz (l.) und Pater Dominikus Trautner vor der Klosterpforte in Münsterschwarzach (Bruder Isidor Bütterich ist als Missionar in Tansania tätig) Foto: privat
Bruder Anselm Schütz (l.) und Pater Dominikus Trautner vor der Klosterpforte in Münsterschwarzach (Bruder Isidor Bütterich ist als Missionar in Tansania tätig) Foto: privat

In einem Pontifikalgottesdienst in der Benediktinerabtei haben sieben Patres und Brüder der Abtei Münsterschwarzach (Landkreis Kitzingen) ihre Profess-, Priester- und Missionsjubiläen begangen. Zu den Jubilaren gehören auch die drei aus Kirchehrenbach stammenden Mönche, Bruder Anselm Schütz (OSB) und Bruder Isidor Bütterich (OSB), die beide ihr 60. Professjubiläum feiern konnten, sowie Pater Dominikus Trautner (OSB), der vor 40 Jahren seine feierliche Profess ablegte. Gleichzeitig wurde das Kirchweihfest der Abteikirche begangen.

Zu dem festlichen Anlass waren Verwandte und Freunde der Jubilare angereist. Abt Michael Reepen (OSB) begrüßte sie und dankte seinen Mitbrüdern für ihre Treue und ihren Einsatz für die Gemeinschaft von Münsterschwarzach.

Vor dem Abt und der versammelten Klostergemeinschaft erneuerten die Jubilare ihre Gelübde, die sie an gleicher Stelle vor 70, 60 und 40 Jahren in der Abteikirche gesprochen hatten, und gelobten, sich weiterhin für die Aufgaben der Abtei Münsterschwarzach einzusetzen und mit den Mitbrüdern den klösterlichen Weg zu gehen.

Festprediger war einer der Jubilare, P. Dominikus Trautner. In seiner Predigt nahm er Bezug auf das Kirchweihfest der Abteikirche, das an diesem Tag gefeiert wurde. Das Klosterleben sei wie ein Kirchenbau. Die Gemeinschaft könne nur zusammen mit allen Mitbrüdern ein Zeichen nach innen und außen sein, wenn alle Mitglieder der Gemeinschaft zusammenstünden; jeder sei ein Stein, wie beim Kirchenbau.

Anselm Schütz (78) trat nach seiner Zimmererlehre, die er in Münsterschwarzach absolvierte, 1957 in die Abtei ein. 1967 erfolgte die Missionsaussendung nach Waegwan/Südkorea. Als weltweit gefragter Baufachmann und Bauleiter war er in Korea für Kirchenbauten, Schulen und Klöster tätig. Aber auch in den Münsterschwarzacher Klöstern auf den Philippinen, in den USA und in China war er als Bauspezialist im Einsatz. Seit 2006 wieder in Münsterschwarzach zurück, ist er an der Klosterpforte, im Gästebereich und Klosterspeisesaal tätig.

Isidor Bütterich trat nach seiner Schneiderlehre, die er ebenfalls in Münsterschwarzach absolvierte, auch 1957 in die Abtei ein. Es erfolgte eine Ausbildung zum Landwirtschaftsmeister. Er führte die große Landwirtschaft und bildete zahlreiche Lehrlinge aus. Seit 1986 ist er Missionar in der Abtei Ndanda in Tansania und war dort ebenfalls viele Jahre für die Landwirtschaft verantwortlich. Heute arbeitet er in der Bibliothek und im Haus. Er feierte sein Professjubiläum in der Abtei Ndanda in Tansania.

Dominikus Trautner war einst Schüler im Gymnasium und Internaten in Münsterschwarzach und Würzburg. Nach dem Abitur trat er in die Abtei ein und studierte Theologie und Kirchenmusik in Würzburg. Im Mai 1985 erhielt er die Priesterweihe. Nun ist er Organist und Kantor in der Abtei sowie Dozent für Liturgik und Gregorianik an den Musikhochschulen in Würzburg und Frankfurt.

In vielen Kirchen weltweit gibt er Orgelkonzerte. Er ist auch Organisator und Verantwortlicher der großen Abteikonzerte. Auch beim Jubiläumsgottesdienst spielte er meisterhaft auf der monumentalen Klais-Orgel.

Der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Josef Gebhardt aus Kirchehrenbach gratulierte den Jubilaren im Anschluss an den Festgottesdienst in Münsterschwarzach. Die Heimatpfarrgemeinde St. Bartholomäus wünschte ihren Jubilaren weiterhin Gottes Segen und viel Glück und Freude für ihre Aufgaben und ihr Leben in der Klostergemeinschaft. red

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