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Ebern

Belohnung für Belegschaft

Die Haßberg-Kliniken wurden als "Selbsthilfefreundliches Krankenhaus" eingestuft.
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Freuen sich über die Auszeichnung als "Selbsthilfefreundliches Krankenhaus" (von links): die Vorstandsvorsitzende der Haßberg-Kliniken, Vera Antonia Büchner, Landrat Wilhelm Schneider, Monika Strätz-Stopfer, Leiterin der Kos, und die Kliniken-Selbsthilfebeauftragte Natalja Kruppa.  Foto: Haßberg-Kliniken/Marco Heumann
Freuen sich über die Auszeichnung als "Selbsthilfefreundliches Krankenhaus" (von links): die Vorstandsvorsitzende der Haßberg-Kliniken, Vera Antonia Büchner, Landrat Wilhelm Schneider, Monika Strätz-Stopfer, Leiterin der Kos, und die Kliniken-Selbsthilfebeauftragte Natalja Kruppa. Foto: Haßberg-Kliniken/Marco Heumann

Die Haßberg-Kliniken haben es geschafft! Das Netzwerk für Patientenorientierung und Selbsthilfefreundlichkeit im Gesundheitswesen in Trägerschaft der NAKOS (Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen) hat den Haßberg-Kliniken als viertem Krankenhaus in Bayern das Gütesiegel "Selbsthilfefreundliches Krankenhaus" für die kommenden drei Jahre verliehen. Das geht aus einer Mitteilung des Kommunalunternehmens Haßberg-Kliniken hervor. Es betreibt die beiden Krankenhäuser in Haßfurt und Ebern.

"Das ist eine wirklich gute Nachricht in nicht einfachen Zeiten", freut sich Landrat Wilhelm Schneider über die Auszeichnung, die die Haßberg-Kliniken als drittes Krankenhaus in Unterfranken erhalten haben. Das Qualitätssiegel sei ein weiterer Beweis dafür, dass der Slogan "Wir wollen, dass es Ihnen gut geht" in den Häusern Haßfurt und Ebern nachhaltig mit Leben gefüllt werde.

"Die Haßberg-Kliniken sind ein Krankenhaus, in dem Ärzte, Pfleger und das gesamte Personal ganz nah am Patienten dran sind", lobt Wilhelm Schneider die Mitarbeiter, die gerade in den von Covid-19 und den damit einhergehenden Restriktionen geprägten Wochen gezeigt haben, mit wie viel Einsatz und Leidenschaft sie ihren Beruf leben. Die Auszeichnung als "Selbsthilfefreundliches Krankenhaus" sei eine Belohnung für die gesamte Belegschaft.

Die Haßberg-Kliniken arbeiten seit Oktober 2018 noch intensiver mit der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe im Landkreis Haßberge (Kos) zusammen. Kooperierende Selbsthilfegruppen, Kos sowie Vertreter der Kliniken haben ein umfassendes Konzept gemäß der acht Qualitätskriterien erarbeitet, wie Selbsthilfeaktive die Arbeit der Ärzte, Krankenschwestern, Therapeuten und Sozialdienstmitarbeiter unterstützen und ergänzen können.

Viele Veränderungen

Die Palette der Bereiche, in denen Veränderungen vorgenommen wurden, ist breit. Informationsmaterialien (Flyer, Aufsteller oder Roll-Ups) wurden gemeinsam entworfen, produziert und stehen jetzt an prominenter Stelle im Krankenhaus. Ein Imagefilm, der im Klinik-TV läuft, gibt Auskunft über die Zusammenarbeit und das Angebot der Selbsthilfegruppen. Interessierte Patienten und Angehörige können sich über die Selbsthilfebeauftragte der Kliniken, Natalja Kruppa, oder die Kos über die Arbeit der kooperierenden Selbsthilfegruppen informieren und sich bereits während des stationären Aufenthaltes konkrete Hilfestellungen für die Bewältigung des Alltags zu Hause geben lassen.

In vierteljährlich tagenden Qualitätszirkeln findet ein regelmäßiger Austausch zwischen der Selbsthilfebeauftragten Natalja Kruppa, Monika Strätz-Stopfer von der Kos, den kooperierenden Selbsthilfegruppen und weiteren Mitarbeitern der Haßberg-Kliniken statt. Für das Klinikpersonal bieten Vertreter der Selbsthilfegruppen in Vorträgen ihren Erfahrungsschatz als Betroffene von unheilbaren Krankheiten und mit der Bewältigung ihrer Krankheit an; im Gegenzug stehen Ärzte und Pflegende der Haßberg-Kliniken den Selbsthilfegruppen mit ihrem Expertenwissen zur Verfügung.

Das i-Tüpfelchen der Bewerbung war der Kooperationsvertrag, der im Oktober 2019 von Landkreis und Kommunalunternehmen Haßberg-Kliniken unterzeichnet wurde. In diesem formalen Beschluss wird der Wille zur dauerhaften Zusammenarbeit und Umsetzung der Qualitätskriterien schriftlich fixiert.

"Wir hatten in all den Monaten immer sehr engagierte Mitstreiterinnen und Mitstreiter", freut sich Natalja Kruppa. "Nur miteinander und im steten gegenseitigen Austausch ist es uns gelungen, die Kriterien nachhaltig zu erfüllen."

Wirksame Anstrengungen

"Sie haben große und sehr wirksame Anstrengungen unternommen, die Integration und Beteiligung der Selbsthilfe in ihrem Haus voranzubringen und damit die Patientenorientierung zu verbessern", erklärt Antje Liesner, Koordinatorin des Netzwerks für Patientenorientierung und Selbsthilfefreundlichkeit im Gesundheitswesen. red