Heroldsbach

Beiträge für Abwasser sind stabil

Bei den Kanalgebühren in Heroldsbach - das ergab die Neukalkulation - ist keine Gebührenänderung erforderlich. Für Häuslebauer gibt es eine weitere gute Nachricht.
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Mit Wasser und Geld befasste sich der Gemeinderat Herolddsbach.  Foto: Janina Reuter
Mit Wasser und Geld befasste sich der Gemeinderat Herolddsbach. Foto: Janina Reuter

Gute Nachrichten für Häuslebauer stecken in den Beschlüssen des Gemeinderats Heroldsbach: Die Herstellungsbeiträge für die Entwässerung sinken bis 2022 leicht.

Pro Quadratmeter Geschossfläche kosten sie 16,32 Euro und pro Quadratmeter Grundstücksfläche 2,11 Euro. In die fällige Neuberechnung einbezogen sind Investitionen ins Kanalnetz in Höhe von 400 000 Euro. Sie betreffen die Ring- und die Hauptstraße. Benedikt Graf Bentzel (CSU) fragte dazu an, ob Maßnahmen, die sich aus der hydraulischen Berechnung wegen Hochwassergefahren ergeben, eingerechnet wurden. Sie werden in der nächsten Ratssitzung erläutert. Kämmerer Daniel Buder ging bei seiner Kalkulation davon aus, dass größere Baumaßnahmen möglicherweise über Beiträge abgerechnet werden müssen.

Kanalgebühren stabil

Bei den Kanalgebühren - so ergab die Neukalkulation bis 2020 - ist keine Gebührenänderung erforderlich. Der Kubikmeter Abwasser kostet weiterhin 1,82 Euro. Peter Münch (FW Oesdorf) plädierte dafür, in diesem Zusammenhang eine gesplittete Abwassergebühr zu besprechen. Seiner Meinung nach ergebe die Trennung von Schmutzwasser- und Regenwassergebühr keine Mehreinnahme der Gemeinde oder Mehrbelastung der Bürger, sondern solle einen Anreiz bieten, weniger Flächen zu versiegeln und Regenwasser beispielsweise in Zisternen aufzufangen. "Es wird nicht mehr vom Bürger erhoben, es wird nur anders verteilt", warb Münch für die Splittung.

Bürgermeister Edgar Büttner (SPD) hält das Thema für so komplex, dass dazu ein Fachbüro eingeschaltet werden muss. Es soll dem Rat alle Fakten vorstellen, die in eine Umstrukturierung der Gebühren einfließen muss. Dafür - so war sich letztlich der Rat einig - soll der Zeitraum bis Ende 2020 genutzt werden. Mathias Abbé (SPD) schloss sich Münchs Überlegungen an. Man müsse alle Möglichkeiten suchen, die Auswirkungen eines Hochwassers zu drosseln. Insbesondere solle das bei den erwarteten Neubaugebieten gelten. Hier seien auch die Kosten für Zisternen günstiger.

Bedenken gegen Zisternen

Thorsten Neubauer (CSU) hatte Bedenken gegen Zisternen. Sie beruhen auf seinen Beobachtungen auf dem Forchheimer Siemens-Gelände. Dort fallen Kanäle wegen der Zisterne trocken, sie würden zu stinken anfangen und man müsse öfter ein Spülmobil rufen.

Fast nur eine Formalie war die Behandlung der Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange für die Änderung des Bebauungsplans Heroldsbach-Nord. Es geht hier nur um ein Grundstück, dass im ursprünglichen Plan als Spielplatz ausgewiesen war, nun aber ein Wohnbaugrundstück wird. Von elf angeschriebenen Stellen gaben nur vier eine Stellungnahme ab, hatten aber keine Einwendungen. Der Rat beschloss einstimmig die Änderungssatzung.

Im neuen Baugebiet "In der Reuth II" wurde der Bgm.-Georg-Gügel-Ring als öffentliche Straße gewidmet.



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