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schmeilsdorf.inFranken.de  Hans und Irmgard Schuberth feierten Diamantene Hochzeit.

Beim Tanzen hat's gefunkt

60 Jahre sind Hans und Irmgard Schuberth, geborene Müller, einen gemeinsamen Weg in einer erfüllten Ehe gegangen. Jetzt feierte das Jubelpaar mir ihrer Großfamilie diamantene Hochzeit. Neben zwei Söhn...
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Diamantene Hochzeit wurde dieser Tage im Hause Schuberth gefeiert. Im Bild das Jubelpaar Irmgard und Hans Schuberth (sitzend) im Kreise ihrer Familie und weiterer Gratulanten Foto: Werner Reißaus
Diamantene Hochzeit wurde dieser Tage im Hause Schuberth gefeiert. Im Bild das Jubelpaar Irmgard und Hans Schuberth (sitzend) im Kreise ihrer Familie und weiterer Gratulanten Foto: Werner Reißaus

60 Jahre sind Hans und Irmgard Schuberth, geborene Müller, einen gemeinsamen Weg in einer erfüllten Ehe gegangen. Jetzt feierte das Jubelpaar mir ihrer Großfamilie diamantene Hochzeit. Neben zwei Söhnen und zwei Töchtern gratulierten auch sechs Enkel und drei Urenkel.

Kennengelernt haben sich Hans Schubert, ein gebürtiger Schmeilsdorfer, und seine Irmgard, die in Kulmbach geboren wurde, aber in Veitlahm aufwuchs, auf einem Tanzboden in der Region. Der Jubelbräutigam kann heute nicht mit Gewissheit sagen, in welchem Ort das war, denn: "Wir waren damals überall, wo halt Tanz war!" Ehefrau Irmgard lenkt ein: "Wir haben uns beim Eisenhut in Schwarzach kennengelernt, da war früher ein Tanzsaal."

"Den will ich und sonst keinen"

Während Hans Schuberth anfänglich noch zögerlich war, stand für Irmgard sehr schnell fest: "Das ist für mich der Richtige, den will ich und sonst keinen." In Schwarzach ging es vor den Standesbeamten und auch in die Kirche. Hans Schuberth erinnert sich noch, dass der Standesbeamte die Unterschrift der Brauteltern verlangte, weil seine Anvertraute noch nicht volljährig war. "Es ging schnell, denn es war nur ein Katzensprung bis Veitlahm."

Die Feier fand als Doppelhochzeit - die Schwester von Hans Schuberth heiratete am gleichen Tag - im Elternhaus der Schreinersfamilie Schuberth statt. Irmgard Schuberth zum Geheimnis einer langen und glücklichen Ehe: "Ich hatte nie einen anderen Liebhaber, und was noch wichtiger ist, ich habe nie einen anderen gewollt."

Und die Zuneigung und Liebe lässt sie auch heute noch ihren Ehemann spüren: "Der kriecht sein Gut-Nocht-Kuss alla Toch! Wenn er mich aber ärgert, dann kriecht er kann!" Enkelsohn Benjamin schmunzelnd: "Das ist auf jeden Fall eine Tradition, die man annehmen kann."

Die beiden Schuberths sind heute noch interessiert für alles, was im Dorf und in der Marktgemeinde Mainleus passiert. Irmgard war beim Gartenbauverein als Zweite Vorsitzende tätig, und bis vor kurzem sang die Jubilarin auch noch im Gesangverein mit. Dem Kirchenchor gehörte sie neun Jahre an.

Beruflich war für Hans Schuberth der Weg durch seine Vorfahren bereits geebnet, denn gemeinsam mit seinem Bruder führte er die elterliche Schreinerei weiter, die auch heute noch von einem Nachkommen betrieben wird. Wenn man so will, betrieb die Schreinerei Schuberth nach dem Krieg über viele Jahre im Erdgeschoss des Wohnhauses noch ein kleines Möbelhaus, von dem heute nur noch die Schaufenster übrig sind.

Die Glückwünsche der Marktgemeinde Mainleus überbrachte Bürgermeister Robert Bosch (CSU), für den Landkreis Kulmbach gratulierte Landrat Klaus Peter Söllner (FW), für die evangelische Kirchengemeinde Pfarrer Ekkehard Weiskopf. Eine besondere Freude bereiteten dem Jubelpaar aber Enkelsohn Benjamin und Peter Weiß vom Veitlahmer Posaunenchor, die ein Ständchen erklingen ließen. Werner Reißaus

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