Seubrigshausen

Beim Straßenbau ist Land in Sicht

Derzeit läuft die letzte Ausbauphase an der Ortsdurchfahrt. Am St. Kiliansplatz sind die bodendenkmalrechtlichen Grabungsarbeiten vergeben worden.
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Derzeit werden die Gehwege im letzten Teilstück der Ortsdurchfahrt hergerichtet. Mitte Oktober soll die Tragschicht aufgebracht werden. Die Deckschicht folgt im nächsten Jahr.  Foto: Thomas Malz
Derzeit werden die Gehwege im letzten Teilstück der Ortsdurchfahrt hergerichtet. Mitte Oktober soll die Tragschicht aufgebracht werden. Die Deckschicht folgt im nächsten Jahr. Foto: Thomas Malz

Das Großprojekt Ausbau der Ortsdurchfahrt Seubrigshausen schreitet voran. Derzeit ist das letzte Teilstück am Ortsausgang Großwenkheim an der Reihe. "Die Bordsteine sitzen, momentan werden die Gehwege gebaut", heißt es dazu aus dem Landratsamt Bad Kissingen. "Die Baustelle Ausbau KG 11 Ortsdurchfahrt Seubrigshausen liegt im Zeit- sowie im Kostenrahmen." Der Landkreis ist Auftraggeber des Gesamtprojektes mit einem Kostenvolumen von rund 2,9 Millionen Euro. Mit im Boot sind die Stadt Münnerstadt, das Amt für Ländliche Entwicklung und die Stadtlauringer Gruppe (Wasserversorgung). Der Baufortschritt war in den vergangenen Monaten sehr gut, da genügend Personal eingesetzt werden konnte und die Witterung günstig war", heißt es aus dem Landratsamt. Neben der Vollsperrung mussten die Anwohner wegen der anhaltenden Trockenheit mit viel Staubentwicklung leben. Sie seien sehr verständnisvoll gewesen, lobt das Landratsamt.

Begehung mit Anwohnern

Mehrfach war das Thema bei der jüngsten Stadtratssitzung in Münnerstadt angesprochen worden. Eine Nachfrage, ob es da Unstimmigkeiten gebe, verneinte Bürgermeister Helmut Blank (CSU). Auf Nachfrage unserer Zeitung sagte er, dass vor einiger Zeit eine Begehung mit den Anwohnern der Ortsdurchfahrt stattgefunden habe. Dabei seien einige Wünsche angesprochen worden. Grundstückseinfahrten, die gleich mit asphaltiert werden sollen, Gehwegabsenkungen und Grundstücksfragen seien die Hauptthemen gewesen. "Etwa 90 Prozent der angesprochenen Probleme konnten wir einer Lösung zuführen", sagt er.

Während bei der Ortsdurchfahrt die Stadt nur für die Gehwege zuständig ist, fällt der Dorfplatz komplett in ihren Bereich, allerdings ist der Landkreis auch dort der Auftraggeber. Bei der jüngsten Stadtratssitzung hat das Gremium die bodendenkmalpflegerischen Grabungsarbeiten vergeben. "Das Gelände um die Katholische Kirche St. Anna in Seubrigshausen ist in der Denkmalliste als Bodendenkmal eingetragen. Hierbei sind bei Tiefbauarbeiten im Umfeld der Kirche Archäologen zu beteiligen", heißt es dazu aus dem Landratsamt. Da im Dorfplatz auch die Wasserleitung erneuert werden, sei noch genügend Zeit, diese archäologischen Voruntersuchungen durchzuführen. "Falls hierbei Fundamente oder ähnliches des Vorgängerbaus der Katholischen Pfarrkirche St. Anna gefunden werden, sind umfangreichere und qualifizierte Ausgrabungen notwendig." Konkret sieht das so aus, dass der Oberboden- bzw. Bodenabtrag im Bereich eines bekannten Bodendenkmals nur unter Aufsicht einer archäologisch qualifizierten Fachkraft durchgeführt werden darf. Wenn sich der Verdacht auf Fundstücke bestätigt, würde eine qualifizierte Ausgrabung folgen. Weil in diesem Bereich aber schon gegraben wurde (Kanal und Wasser) und die Untersuchung nur bis zu einer Tiefe von 60 Zentimeter erfolgen muss, rechnen die Verantwortlichen im Landratsamt nicht mit einem größeren Grabungsumfang.

Gegraben wird noch an einer anderen Stelle. Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, die Löschwasserzisterne in ein städtisches Grundstück im Ortskern unmittelbar neben dem Bach einzulassen. Die derzeitige Zisterne soll im Zuge der Dorfplatzsanierung abgebaut werden. Entschieden werden soll noch im Stadtrat, ob über der neuen Zisterne ein Parkplatz gebaut wird.

Jeden Dienstag vor Ort

Nicht so hinnehmen will die Arbeiten ein Anwohner am Dorfplatz. Er versteht nicht, warum das Breitbandkabel aus Kupfer besteht, statt aus Glasfaser. "Das ist Sache des Anbieters", sagt Bürgermeister Helmut Blank dazu. Zum Hinweis, dass Privatgrund überbaut werde, sagt der Bürgermeister, dass er jeden Dienstag ab 9.30 Uhr vor Ort sei. Da könne man ihn gerne ansprechen.

"Wir werden im Zuge der Baumaßnahme auch außerhalb der Ortsdurchfahrt in Richtung Großwenkheim und in Richtung Theinfeld Asphaltsanierungen an der freien Strecke durchführen. Dies ist ebenfalls im Auftrag der Firma Hell enthalten. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um eine Kurvenverbreiterung mit Verbesserung der Querneigung auf einer Länge von 300 Metern in Richtung Theinfeld", heißt es aus dem Landratsamt. Zum Zeitplan: Mitte Oktober soll die restliche Asphaltgrundschicht innerorts aufgebracht werden. Damit ist die Straße erst einmal wieder befahrbar, wenn auch nicht ganz fertig. Anschließend sind die Arbeiten am Dorfplatz und auf der freien Strecke an der Reihe.

Am Ende, im Frühsommer 2019, wird dann die Asphaltbetondeckschicht auf kompletter Breite und kompletter Länge aufgebracht, um sanierungsanfällige Nahtstellen und Arbeitsfugen zu vermeiden. "Hierzu ist es nochmals notwendig, den Verkehr komplett zu sperren und großräumig umzuleiten. Diese Vollsperrung werden wir dann in einer erneuten Pressemitteilung rechtzeitig bekannt geben", heißt es aus dem Landratsamt.



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