Herzogenaurach

Beim Rathaus geht's weiter

Nach den Verzögerungen zu Beginn können am kommenden Mittwoch die ersten großen Maßnahmen für den Rathausneubau beschlossen werden. Die Splittung auf vier einzelne Gewerke hat funktioniert - es kann also weiter gehen.
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Nach dem Abbruch des Rathauses aus den 1960er Jahren blieb ein Trümmerfeld. Inzwischen ist der Bauschutt beseitigt, die ersten Vergaben für den Neubau werden getroffen.  Foto: bp
Nach dem Abbruch des Rathauses aus den 1960er Jahren blieb ein Trümmerfeld. Inzwischen ist der Bauschutt beseitigt, die ersten Vergaben für den Neubau werden getroffen. Foto: bp
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Bernhard Panzer Der Neubau des Rathauses war bei der ersten großen Vergabe gleich mit einem negativen Ergebnis belegt. Für die Sicherung der Baugrube als Vorbereitung für die eigentlichen Arbeiten gab es kein Angebot. Beim Spezialtiefbau musste erneut ausgeschrieben werden.

Die Idee des Bauamts, diese große Maßnahme auf vier einzelne zu splitten, war von Erfolg gekrönt. "Wir haben überall vernünftige Angebote bekommen", sagt Bürgermeister German Hacker (SPD). Und diese Aufträge sollen in der Sitzung des Stadtrates am kommenden Mittwoch vergeben werden.

Neuberechnung

Allerdings haben sich unterdessen gegenüber der ersten Kostenberechnung Verteuerungen ergeben. Ging man für all diese Leistungen der Baugrube zunächst von Kosten in Höhe von 2,1 Millionen Euro aus, liegt die Summe der "erneut bepreisten Leistungsverzeichnisse" bei bereits 2,9 Millionen Euro. Diese erneute Berechnung wurde nicht zuletzt angesichts der Marktlage erforderlich.

Die Angebote der Firmen zu den vier einzelnen Gewerken fielen da aber allesamt günstiger aus als berechnet, so dass nun ein Betrag von knapp 2,8 Millionen Euro anfällt. Nichtsdestotrotz kommen unter dem Strich bereits Mehrkosten von gut 700 000 Euro zusammen.

Mit der Vergabe dieser Gewerke ist die Stadt noch immer in der Vorbereitungsphase. Denn erst wenn die Archäologen ein letztes Mal vor Ort waren, kann man an den eigentlich Rohbau gehen.

Nach der Vergabe im Stadtrat kommt als erstes die Firma, die die Sicherung der Baugrube mit Bohrpfählen übernimmt. Mit solchen Betonpfählen, die tief in den Erdboden gerammt und durch Querstreben auch noch gehalten werden, kann die Baugrube gesichert werden. Das dient der Stabilität des historischen Schlosses, das an die künftige Baugrube angrenzt. Sind die Bohrpfähle gesetzt, kann der Keller des alten Rathauses aus den 1960-er Jahren abgebrochen werden. Nahezu zeitlich erfolgen die Maßnahmen, die in den zwei weiteren Vergaben getroffen werden müssen - Die Baugrube muss mithilfe von Pumpen vom Grundwasser frei gehalten werden und es braucht eine Drainage.

Im Oktober können die Bauarbeiten beginnen. Verzögerungen haben sich unter dem Strich nur sehr geringfügig ergeben, sagte Hacker, weil die archäologischen Arbeiten vorgezogen wurden. Zurzeit ist der Archäologe Marco Goldhausen noch dabei, die Grundmauern des ehemaligen Burgturms und der Bewehrung zu sichern und alles für die Nachwelt zu erhalten - zumindest digital.

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