Laden...
Hausen

Beim Anbau der Mittagsbetreuung fehlen die Unterschriften der Nachbarn

Josef Hofbauer Auf dem Gelände des mittlerweile abgerissenen Lehrer-Wohnhauses sowie der dazu gehörenden Garagenanlage soll an die Schule anschließend ein Gebäude für die Mittagsbetreuung errichtet we...
Artikel drucken Artikel einbetten
Im Bauausschuss der Gemeinde Hausen wurden die Pläne für die Mittagsbetreuung gebilligt.  Skizze:J. Schönfelder
Im Bauausschuss der Gemeinde Hausen wurden die Pläne für die Mittagsbetreuung gebilligt. Skizze:J. Schönfelder

Josef Hofbauer Auf dem Gelände des mittlerweile abgerissenen Lehrer-Wohnhauses sowie der dazu gehörenden Garagenanlage soll an die Schule anschließend ein Gebäude für die Mittagsbetreuung errichtet werden. Bei der jüngsten Sitzung des Bauausschusses stimmten die Mitglieder dieses Gremiums den Plänen von Architekt Jürgen Schönfelder einstimmig zu.

Die Planung sieht südöstlich des bestehenden Schulgebäudes den Anbau eines Traktes mit einer 31 Quadratmeter großen Küche im Erdgeschoß vor. Daran schließt sich ein 72 Quadratmeter großer Speisesaal mit Zugang zum Freien an. Die Küche ist so angeordnet, dass eine Belieferung von der Thurner Straße aus möglich ist. Ebenfalls im Erdgeschoß soll ein 60 Quadratmeter großer "integrierter Fachraum" geschaffen werden.

ggggggg

Der Zugang zum Neubau ist vom Schulgarten her geplant. Gleich links gelangt der Besucher ins Treppenhaus. Gegenüber dem Speisesaal und dem Fachraum finden sich ein Behinderten-WC und jeweils eine Toilettenanlage für Mädchen und Buben.

Eine Etage höher, direkt über der Küche, dem Speisesaal und dem Fachraum sind drei gleich große Räume für die Mittagsbetreuung angeordnet. Mit jeweils 43 Quadratmetern sind die Zimmer großzügig dimensioniert.

Die Barrierefreiheit des Anbaues wird durch einen Aufzug gewährleistet, der ganz im Südosten des Neubau-Traktes errichtet wird. Abgesehen von einem kleinen, nur acht Quadratmeter großen Lagerraum im Flur über den Toiletten sind im Obergeschoß keine weiteren Räume geplant. Über dem Küchenbereich und den Toilettenanlagen soll ein Flachdach mit "minimaler Dachneigung" installiert werden. Schließlich soll das Dach mit einer Bleicheindeckung versehen werden. Vorgesehen ist eine Dachneigung von sieben Grad. Den Abschluss des Obergeschosses soll ebenfalls ein Flachdach mit minimaler Dachneigung bilden.

gggggg

Zum Missfallen von Martin Heilmann (UWG). "Wir haben mit Flachdächern nur negative Erfahrungen gemacht", erinnerte er. Deshalb regte der UWG-Gemeinderat eine mindestens doppelt so große Dachneigung an. Anna Dennerlein (SPD) hatte die Befürchtung, dass das geplante Blechdach bei regen zu laut sein könnte. Sie fragte auch nach, ob denn die Nachbarn in die Planung eingebunden gewesen seien. Bürgermeister Gerd Zimmer hatte nämlich eingeräumt, dass auf den Plan-Unterlagen die Unterschriften der Nachbarn fehlten.

"Das geht gar nicht", fand Franz Josef Ismaier (CSU). Die Gemeinde verlange das von ihren Bürgern und müsse deshalb mit gutem Beispiel voran gehen. "Waren die Anwohner dagegen oder wurden die Unterschriften nicht eingeholt?, wollte Ismaier wissen. Kleinlaut räumte Stefan Popp vom Bauamt ein, dass niemand die Anwohner aufgesucht habe. Dies soll nun nachgeholt werden. Mit der Maßgabe, dass der Anbau eine größere Dachneigung erhält billigten die Ratsmitglieder die Planung einstimmig.