Rödental

Bei jungen Menschen die Liebe zur Musik wecken

Rödental — Die gemeinsamen Weihnachtskonzerte des Jugendorchesters und des Musikvereins zählen zu den Fixpunkten im kulturellen Angebot der Stadt Rödental. Als stellvertretende Vor...
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Christian Jäger
Christian Jäger
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Rödental — Die gemeinsamen Weihnachtskonzerte des Jugendorchesters und des Musikvereins zählen zu den Fixpunkten im kulturellen Angebot der Stadt Rödental. Als stellvertretende Vorsitzende verraten Christine Weiß (Jugendorchester) und Christian Jäger (Musikverein), wo sie Chancen in der Zukunft sehen.

Das Jugendorchester Rödental feiert 2015 sein 40-jähriges Bestehen. Was planen Sie zum Jubiläum?
Christine Weiß: Wir werden am 20. Juni ein Festwochenende in der Domäne veranstalten. Im Moment sind wir gerade dabei, das Programm festzuklopfen. Auf jeden Fall wird es dabei ein Konzert geben. In der Vorbereitung darauf planen wir eine Probenwoche an der Ostsee.

Wie macht sich die Arbeit der vor gut zehn Jahren gegründeten Orchesterschule bemerkbar?
C. W.: Wir profitieren sehr davon. Die Qualität des Unterrichts wirkt sich sehr positiv aus.
Christian Jäger: Die Orchesterschule ist eine Ausbildungsplattform, die Hand und Fuß hat. Letztlich hilft die Orchesterschule dabei, die Zukunft des Jugendorchesters und des Musikvereins zu sichern. Das verzahnt sich wirklich gut.

Welche Bedeutung hat das vor einigen Jahren gegründete Vororchester für das Jugendorchester?
C.J.: Der Sprung ins Jugendorchester ist für Anfänger, die gerade begonnen haben, ein Instrument zu erlernen, sehr groß. Da hilft das Proben im Vororchester entscheidend weiter.

Wann beginnt die Vorbereitung für das Weihnachtskonzert?
C. J.: Wir fangen im September nach den Ferien an. Ganz wichtig ist für uns das Probenwochenende im Jugendhaus am Weinberg, weil wir einige Auswärtige haben, die eigentlich nur in dieser Zeit an den Proben teilnehmen können.

Ist es schwieriger geworden, Menschen zum Musizieren zu bringen?
C.J.: Man muss ganz gezielt in die Schulen gehen, um Werbung zu machen. Das war früher anders. Früher sind Interessenten von sich aus zu uns gekommen.
C.W.: Die Auswirkungen des G 8 machen uns schon zu schaffen. Die Jugendlichen haben immer weniger Freizeit. Gerade vor diesem Hintergrund aber finde die Probenbeteiligung bei uns mit durchschnittlich rund 70 Prozent richtig gut.

Wie beurteilen Sie die jüngste Entwicklung des Musikvereins?
C.J.: Wir freuen uns, dass wir immer wieder auch von Musikern aus anderen Blaskapellen im Landkreis Unterstützung bekommen. Bei Bedarf hilft man sich wechselseitig aus. Gerade zum Musikverein Beiersdorf und zur Blaskapelle Meeder pflegen wir enge Kontakte. Auch die künstlerische Qualität unserer Arbeit hilft sicherlich. Dass wir mit unserem Dirigenten Daxi Pan vor vier Jahren einen echten Profi gewinnen konnten, zahlt sich einfach aus.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
C.J.: Vor allem Kontinuität in der Nachwuchsarbeit und die richtige Person an der künstlerischen Spitze, damit auch in Zukunft der Name des Musikvereins Rödental in der Öffentlichkeit für anspruchsvolle symphonische Blasmusik steht.
C.W.: Wir wollen auch in Zukunft bei jungen Menschen die Liebe zur Musik wecken - am liebsten so, dass sie für immer bei der Musik bleiben.

Wie oft gelingt das tatsächlich?
C.W.: Wer bis zur Volljährigkeit mitmacht, der bleibt in der Regel für immer dabei.

Das Gespräch führte
Jochen Berger.

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