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Bei Frankonia geht der Punk ab

Mittwochabend in Gemünda. Die Sänger des Männergesangsvereins (MGV) Frankonia treffen sich zur Singstunde beim Ochsenwirt. Unter ihnen ist seit wenigen Jahren auch Clemens Reising aus Seßlach. "Ich ha...
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Die "Cinderella Babies" proben eifrig im alten Brauhaus in Gemünda für ihren Kirchweihauftritt im Sportheim des TSV Gemünda (von links): Thomas Geus, Sebastian Schubert, Robert Kist und Clemens Reising.  Foto: Carsten Höllein
Die "Cinderella Babies" proben eifrig im alten Brauhaus in Gemünda für ihren Kirchweihauftritt im Sportheim des TSV Gemünda (von links): Thomas Geus, Sebastian Schubert, Robert Kist und Clemens Reising. Foto: Carsten Höllein
Mittwochabend in Gemünda. Die Sänger des Männergesangsvereins (MGV) Frankonia treffen sich zur Singstunde beim Ochsenwirt. Unter ihnen ist seit wenigen Jahren auch Clemens Reising aus Seßlach. "Ich habe den Chor einmal bei der Museumsnacht gesehen, als er Songs von den Prinzen vorgetragen hat, das hat mir gefallen", berichtet Clemens Reising. Die Einladung an ihn, beim MGV mitzuwirken, hat er deshalb gerne angenommen.
Ein paar Tage nach der Singstunde ist Clemens Reising wieder in dem Seßlacher Stadtteil. Es geht erneut um Musik. Allerdings klingen die Töne dieses Mal ganz anders als beim gemeinschaftlichen Gesang am Mittwoch. Die Stimmen, die aus dem ehemaligen Gemündaer Brauhaus dröhnen, sind auch männlich, allerdings begleitet sie kein feinsinniges Klavier, sondern Schlagzeug, Bass und Gitarre. Hier ist die Band "Cinderella Babies" zu Hause. Seit zwei Jahren proben Clemens Reising (tätig im Vertrieb), Robert Kist (Wirtschaftsingenieur), Sebastian Schubert (Koch) und Thomas Geus (Informatiker) in dem historischen Gebäude in Gemünda. Einmal in der Woche übt das Quartett dort in engen vier Wänden. "Ein guter Röhren-Sound muss hart, eckig, kantig und schmutzig sein", sagt Reising. Er und seine drei Bandkollegen kennen sich bereits seit der Schul- und Jugendzeit. In den vergangenen Jahren haben sie nach Ausbildung, Studium und Familiengründungen wieder zusammengefunden. Es hat anfangs kleine Begleitauftritte mit dem MGV gegeben. Die gemeinsame Vorliebe für Punkrock ließ dann vor zwei Jahren die Idee reifen, eine Band zu gründen.
Im ehemaligen Brauhaus bot sich ein Raum an, den die vier Musiker zusammen mit dem MGH und Unterstützung der Stadt Seßlach ausgebaut haben. Nach viel Üben, aber auch launigen Stunden ist bei den vieren der Wunsch gewachsen, dass "Cinderella Babies" nicht nur ein Projekt für ein Hinterzimmer ist. Sie wollten einmal vor einem größeren Publikum spielen. 2017 war es so weit: Beim Dorffest "Schtoodlhenna" in der Zentscheune gaben sie im Anschluss an das Programm, das der MGV an einem Abend gestaltet hatte, noch ein Konzert. Die Anwesenden nahmen den Auftritt, der bis weit in die Nacht reichte, begeistert auf. Deshalb tauchte die Frage auf, ob die Gruppe nicht noch einmal ein Konzert geben sollte. Clemens Reising nahm Kontakt mit dem TSV Gemünda auf und stieß auf offene Ohren. So stehen die "Cinderella Babies" am Kirchweihsamstag auf der Bühne im TSV-Sportheim. "Wir haben etwa Programm für drei Stunden", sagt Reising. cahö
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