Kloster Banz
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Bei einer Tagung auf Kloster Banz stand die intelligente Stromnutzung im Mittelpunkt

Durch die Energiewende ist das Energiesystem sehr komplex geworden. Beispielsweise muss immer mehr Strom aus erneuerbaren Energien vom Netz aufgenommen und ...
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Durch die Energiewende ist das Energiesystem sehr komplex geworden. Beispielsweise muss immer mehr Strom aus erneuerbaren Energien vom Netz aufgenommen und verteilt werden. Das macht die intelligente Verknüpfung von Stromerzeugung, Verbrauch und Netzen notwendig. Darüber hinaus werden die Bereiche Strom, Wärme, Kälte und Mobilität immer enger miteinander gekoppelt und digital vernetzt.
Welche Anforderungen und Möglichkeiten sich durch Digitalisierung und intelligente Stromnutzung für die Betriebe ergeben, darüber informierten sich rund 80 Teilnehmer bei einer Veranstaltung der Regierung von Oberfranken und der oberfränkischen Wirtschaftskammern auf Kloster Banz.
Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft boten Informationen aus erster Hand über derzeitige Potenziale und neue Trends rund um das Thema intelligente Stromnutzung. Corinna Boerner, Bereichsleiterin für Wirtschaft, Landesentwicklung und Verkehr an der Regierung von Oberfranken, nahm das Fazit in ihrer Begrüßung gleich vorweg: "Für die Unternehmen in der Region entstehen hier große Chancen für eine effiziente und kostengünstige Nutzung von Strom." Manfred Fenzl wies auf die Angebote zur Information und zur Vernetzung von "Bayern Innovativ" hin und betonte die besonderen Effekte des Erfahrungsaustausches: "Die Zusammenarbeit der Unternehmen untereinander und mit der Wissenschaft führen zu einer deutlichen Steigerung der Effizienz im Energiebereich."
Mehrere Fachleute referierten über Energiemanagement und digitale Messsysteme, die intelligente Regelung und Steuerung, die Eigenstromerzeugung, den Regelenergiemarkt und die Elektromobilität.
Anhand konkreter Beispiele zeigte Energieberater Marco Höhn aus Neustadt bei Coburg den Nutzen eines konsequenten Energiemanagements auf. Karlheinz Ronge vom Fraunhofer Institut in Nürnberg gab einen Einblick in die Technik und den Einsatz von "Smart Meter Gateways", und Thomas Löw von der Firma Hager aus Bamberg informierte über moderne Zählerschränke.
Professor Michael Krödel von der Hochschule Rosenheimwies auf die Energieeinsparung durch Gebäudeautomation hin: "Hier lassen sich bei Nichtwohngebäuden locker 20 bis 30 Prozent der Energie einsparen." Zum Beispiel durch die bedarfsgerechte intelligente Steuerung und Regelung von Heizung, Lüftung oder Beleuchtung.
Während die Stromerzeugung und -nutzung in Eigenregie im Vortrag von Mario Münch aus Rugendorf im Mittelpunkt stand, informierte der regionale Eon-Vertriebsleiter Rolf Heiermann über Funktion und Nutzen der Regelenergie. Aktuelle Erfahrungen zur Elektromobilität im gewerblichen Einsatz steuerten Wolfgang Christl von der Handwerkskammer für München und Oberbayern, Bernd Zeilmann, Innungsobermeister für Elektro- und Informationstechnik, sowie Andreas Weinrich von der Logistikagentur Oberfranken bei. Christl berät Handwerksbetriebe bei der Umstellung ihrer Fahrzeugflotten. Seine Erfahrung: In vielen Szenarien ist die Elektromobilität bereits alltagstauglich. red
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