Burkersdorf

"Bei dieser Musik kann ich herrlich entspannen"

Die Coburger Band "Downbeat" lässt im "TECnet Zentrum" den Jazzrock erklingen.
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Schwarz, stark und heftig - so klingt die Musik der Gruppe "Downbeat". Am Samstag, 19. Oktober, heizt das Ensemble im "TECnet Zentrum" des Kleinkunstvereins "TECnet Obermain" in Burkersdorf den Fans mit Funk, Soul und Jazzrock ein.  Foto: privat
Schwarz, stark und heftig - so klingt die Musik der Gruppe "Downbeat". Am Samstag, 19. Oktober, heizt das Ensemble im "TECnet Zentrum" des Kleinkunstvereins "TECnet Obermain" in Burkersdorf den Fans mit Funk, Soul und Jazzrock ein. Foto: privat

"I Feel Good" - James Browns brodelnder Soul-Klassiker ist quasi das Bandmotto. Alles was groovt und funkt, Leib und Seele aufmöbelt ist bei der Coburger Band "Downbeat" in den besten Händen und Kehlen. So beschrieb es einmal ein Kritiker einer heimischen Tageszeitung. Dass dies noch immer der Fall ist, das wollen die neun Musiker, bekannt vom Lichtenfelser Korbmarkt, am kommenden Samstag, 19. Oktober, um 20 Uhr, auf Einladung des Kleinkunstvereins "TECnet Obermain" im "TECnet Zentrum" in Burkersdorf eindrucksvoll unter Beweis stellen. Der Eintritt ist frei.

Drei Jahre Bühnenabstinenz

Nach drei Jahren Bühnenabstinenz im "TECnet Zentrum" können die Fans ein Wiedersehen mit ihren Idolen feiern. Schwarz, stark und heftig - so beschrieb der eingangs zitierte Journalist den spritzigen Sound der zehnköpfigen Band "Downbeat", die sich nach einem amerikanischen Jazz-Magazin benannt hat. Warum braucht Sänger Michael "Örni" Berner diesen musikalischen Koffeinkick, der Leib und Seele aufmöbelt? "Weil ich ein großer Fan von schwarzer Musik bin, dabei herrlich entspannen kann und den hohen Anspruch liebe, den wir mit unserer Band verfolgen."

Die Musiker, die in den Landkreisen Coburg, Hildburghausen, Lichtenfels und Sonneberg wohnen, orientieren sich an legendären Vorbildern wie den Gruppen "Blood, Sweat & Tears" oder "Chicago", den Soul- und Funkheroen Wilson Picket und James Brown sowie Jazz-Altmeister Herbie Hancock. Eingebettet in temperamentvollen Rhythmen mit fulminanten Bläsersätzen interpretieren Michael "Örni" Berner (Gesang), Sarah Beck (Gesang), Bernd Grossmann (Tenorsaxophon), Dieter Wuttke (Trompete), Jürgen Zimmerlein (Posaune und Tuba), Yvonne Preising (Keyboards), Mathias Weckbrodt (Schlagzeug), Moritz Eisentraut (Gitarre und Gesang) und Marc Schamberger (Bass) die Songs mit ansteckender Spielfreunde.

"Downbeat" ohne Bläser - eine Vorstellung, vor der es Berner graut: "Zu fetzigem Jazzrock gehören sie einfach dazu. Weil diese Musikrichtung von ihrem Facettenreichtum lebt. Dazu tragen Trompete, Saxophon und Posaune nun mal ihr Scherflein bei." Eigene Songs - früher musste man sie bei der Gruppe mit der Lupe suchen, heute sind sie gänzlich verschwunden. Warum? "Anstatt einen drittklassigen eigenen Song zu spielen, der niemandem gefällt, covere ich lieber", stellt Berner klar. Der Sänger outet sich, was die Musik anbelangt, als Nostalgiker. Im Nachhinein habe er sich in den Rock der 60er-Jahre hineingehört ("Ein großartiger Schmelztiegel unterschiedlichster Einflüsse") und zugleich den Sound der 70er-Jahren kennen und lieben gelernt. Immer wieder fallen Namen aus dieser Zeit, wie der des irischen Soulrockers Van Morrisson oder eben "Blood, Sweat & Tears".

Berner zeigt sich aber auch offen für aktuelle Neuentdeckungen. Ob er sich vorstellen könnte, den amerikanischen Sänger Lee Fields nachzusingen? "Reizen täte es schon. Aber packt man es auch stimmlich? Schließlich hat der Amerikaner ein explosives tiefschwarzes Organ." Ein weiteres Mal spricht aus ihm die Bescheidenheit, die der Künstler das ganze Gespräch über an den Tag legt. Berner weiß auch von den Problemen zu berichten, die das Engagement in einer Mini-Big-Band so mit sich bringt. "Zehn Leute unter einen Hut zu bringen ist nicht ganz einfach, vor allem wenn der eine oder andere Schicht arbeitet oder Bereitschaftsdienst hat."

Ungebrochene Popularität

Doch wo ein Wille ist, ist auch ein Weg: Bei der Gruppe "Downbeat" hat man sich dafür entschieden, die Proben auch mal zu splitten: "An einem Tag probt die Rhythmusfraktion, an einem anderen die Bläser", erklärt der Sänger. Die ausschließlich aus Amateuren bestehende Gruppe existiert seit 1990. Worauf führt Berner die Popularität von "Downbeat" zurück? "Es ist die musikalische Spannung, die in einer so großen Band herrscht. Wenn man diese auch noch in einem heimeligen Club, wie dem ‚TECnet Zentrum‘, hautnah erleben kann, dann ist das für viele unserer Fans die Krönung."

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