Ludwigsstadt
Qualitätsstandards

Bei der Lebensmittelsicherheit spielt Wela jetzt "in der Königsklasse"

Veronika Schadeck Ludwigsstadt —  Man sieht sie öfter in den Einkaufscentern oder auf Wochenmärkten. Regale und Stände, die mit Suppen, Pudding, Soßen und vieles mehr von Wela-Trognitz aufgefüllt sind...
Artikel drucken Artikel einbetten
Zertifizierungen sind in der Branche notwendig, um sich im Wettbewerb behaupten zu können. Davon sind (von links) der Geschäftsführer Wolfgang Vetter, der Leiter des Qualitätsmanagement Udo Brand, die Mitarbeiterin in der Produktentwicklung Silke Zapf und Leiter der Produktionentwicklung Jens Gliemann überzeugt.  Foto: Veronika Schadeck
Zertifizierungen sind in der Branche notwendig, um sich im Wettbewerb behaupten zu können. Davon sind (von links) der Geschäftsführer Wolfgang Vetter, der Leiter des Qualitätsmanagement Udo Brand, die Mitarbeiterin in der Produktentwicklung Silke Zapf und Leiter der Produktionentwicklung Jens Gliemann überzeugt. Foto: Veronika Schadeck

Veronika Schadeck Ludwigsstadt —  Man sieht sie öfter in den Einkaufscentern oder auf Wochenmärkten. Regale und Stände, die mit Suppen, Pudding, Soßen und vieles mehr von Wela-Trognitz aufgefüllt sind. Was der Kunde nicht sieht, ist, welche qualitativen Herausforderungen der Lebensmittelhersteller bewältigen muss, um im hart umkämpften Lebensmittelmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben, um wachsen zu können und um somit auch die rund 110 Arbeitsplätze am Standort Ludwigsstadt sichern zu können.

Insgesamt hat das Unternehmen an den Standorten in Ludwigsstadt und Kaltenkirchen/Norddeutschland 170 Mitarbeiter beschäftigt. Rund 20 Millionen Euro Umsatz pro Jahr erwirtschaftet das mittelständische Unternehmen. Rund ein Drittel der Kundschaft besteht aus Privatleuten, der Rest sind Großverbraucher und die weiterverarbeitende Lebensmittelindustrie.

Rund 250 000 Euro wurden erst vor einigen Monaten in eine neue Produktionslinie investiert, an der - gemäß dem Trend der Verbraucher - frische Suppen und Mahlzeiten hergestellt werden können. Das reiche aber bei Weitem nicht aus, um sich auf den Markt behaupten zu können, so der Geschäftsführer Wolfgang Vetter.

In diesem Zusammenhang spricht er von hohen Hygiene- und Qualitätsstandards, von einer Reihe von Zertifizierungen. "FSSC 22000" heißt das neue Zertifikat. FSSC steht für Food Safety System Certification und sei ein anerkannter Nachweis für ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem, welches internationale Anerkennung findet. Das Zertifikat genieße sowohl im internationalen Handel als auch in der weiterverarbeitenden Lebensmittelindustrie eine hohe Akzeptanz.

"Die Lebensmittelsicherheit ist unser oberstes Qualitätsziel", so Vetter. Es gab keine Alternative, als sich dieser Zertifizierung zu unterziehen. "Wenn wir diese nicht hätten, könnten wir auch einige Kunden nicht mehr beliefern." Und was hat es nun auf sich mit FSSC 22000? Das System, erklärt Vetter, basiert auf durchgängige Analysen aller Geschäfts- und Produktionsprozesse, welche Einfluss auf die Lebensmittelsicherheit haben könnten. Erkannte Einflussfaktoren, wie beispielsweise Hygienepläne, Temperaturüberwachung in den Lagerbereichen werden gelenkt. Dabei werden alle Bereiche durchleuchtet. Dazu gehören das komplette Umfeld wie Gebäude, Produktionsräume, Prozesse der Produktentwicklung, Lieferantenauswahl, Einkauf, Lagerung, Warenein- und -ausgang, Qualitätskontrolle. Es gehöre aber auch dazu, dass die Lieferanten von Wela bewertet werden. Das bedeute, man pflege Kontakte, besuche deren Betriebe und berücksichtige deren Zertifizierungen.

Der Leiter des Qualitätsmanagements, Udo Brand, spricht von einem langen Prozess bis zum Erhalt des Zertifikats. Aber: "Die Mühen haben sich gelohnt - denn jetzt bewegen wir uns in der Königsklasse der Lebensmittelsicherheitsstandards." Jetzt gelte es, sich nicht auf den Lorbeeren auszuruhen, sondern weiterhin die Prozesse im puncto Lebensmittelsicherheit noch mehr zu optimieren. Und dazu ist auch - wie auch bei FSSC 22000 - der Einsatz aller Mitarbeiter erforderlich. "Wir sind überzeugt, dass dies der Geschäftsführung zusammen dem Führungsteam und mit der Belegschaft auch weiterhin gelingen wird", ergänzt Betriebsleiter Udo Conrad.



was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren