Parallel zur Bundestagswahl 2017 traten die Jugendlichen der Don-Bosco-Schule Höchstadt und des Gymnasiums Höchstadt bei der Junior-Wahl an die Wahlurne. Mit der originalgetreuen Wahlsimulation soll Begeisterung und Interesse für Politik gefördert und die Motivation geweckt werden, später als Erstwähler zur Wahl zu gehen, heißt es in einer Pressemitteilung der Schule.
Bei der Junior-Wahl beteiligten sich 3500 Schulen in ganz Deutschland. Bundesweit haben sich fast 800 000 Schüler so entschieden: CDU/CSU kommen auf 27 Prozent, die SPD auf gut 19 Prozent, Grüne auf knapp 18, Linke auf 7, FDP knapp auf 9 und AfD auf 6 Prozent. Der größte Unterschied: Die Schüler haben deutlich mehr Grün und weniger AfD gewählt als die Erwachsenen. Auch für eine Große Koalition aus CDU, CSU und SPD hätte es nicht gereicht.


Don-Bosco-Schüler für GroKo

CSU-Kandidat Stefan Müller ist auch bei den Schülern der Don-Bosco-Schule sehr beliebt und holte mit 35 Stimmen eine deutliche Mehrheit und damit das Direktmandat. Mit 47,3 Prozent der Erststimmen liegt sein Stimmenanteil sogar deutlich höher als bei den Erwachsenen. Martina Stamm-Fibich erreichte mit 31,1 Prozent ein sehr respektables Ergebnis. Die Freien Wähler mit Christian Enz und die Grünen mit Helmut Wenig schafften einen Achtungserfolg mit jeweils 8,1 Prozent der Stimmen.
Auch bei den "Parteistimmen" stärkt Don Bosco die Mitte. Extreme Parteien hatten bei den Jugendlichen keine Chance. Union und Sozialdemokraten lieferten sich bei den Zweitstimmen ein Kopf-an-Kopf-Rrennen. Mit dem Amtsbonus der Bundeskanzlerin konnten Angela Merkel bzw. die CDU/CSU mit 29,7 Prozent die Wahl an der Don-Bosco-Schule gewinnen. Der Herausforderer Martin Schulz von der SPD musste sich mit 28,4 Prozent der Stimmen nur knapp geschlagen geben. Als drittstärkste Partei folgten die Grünen mit 12,2 Prozent. Die FDP hat den Sprung in den "Bundestag" mit 5,4 Prozent geschafft. Während die AfD mit 6,8 Prozent in das "Don-Bosco Parlament" eingezogen wäre, scheiterte die Linke an der Fünf-Prozent-Hürde. Die übrigen Parteien erhielten noch weniger Zuspruch. Eine große Koalition von CDU und CSU mit den Sozialdemokraten hat eine deutliche Mehrheit an der Don-Bosco-Schule. Auch ein "Jamaika"-Bündnis aus Union, Grünen und FDP könnte Angela Merkel zum vierten Mal zur Bundeskanzlerin wählen. Rot-Rot-Grün mit einem Bundeskanzler Martin Schulz hätte keine Regierungsmehrheit. Schwarz-Gelb - ein Bündnis aus CDU/CSU und FDP - wäre wie bei den Großen rechnerisch nicht möglich.
In der Nachbereitung zur Wahl befragte die Schülermitverwaltung die Schülerschaft in einer Blitzumfrage, welche Parteien die Bundesregierung stellen sollten: "Groko oder Jamaika"? Die Don-Bosco-Jugendlichen wünschen sich die Fortsetzung der Großen Koalition.


AfD mit 0,8 Prozent

Am Gymnasium Höchstadt gaben insgesamt 128 Schüler im Rahmen der bundesweiten Initiative Juniorwahl ihre Stimme ab. Bei der Auszählung der Erststimmen konnte Stefan Müller (CSU) mit 56,2 Prozent die meisten Stimmen erzielen, gefolgt von Martina Stamm-Fibich mit 14,06 Prozent der Stimmen.
Nach Auszählung der Stimmen ergab die Zweitstimme folgende Verteilung: CSU 35,9 Prozent, SPD 15,6 Prozent, Grüne 21,9 Prozent, Die Linke 2,3 Prozent, FDP 7,0 Prozent, AfD 0,8 Prozent, Freie Wähler 1,6 Prozent, Tierschutzpartei 3,1 Prozent, Piraten 3,1 Prozent, Die Partei 3,9 Prozent, andere Parteien 4,7 Prozent. red