Bamberg
Unglücksfälle

Bei Bränden und Unfällen sterben sieben Menschen

Auch ohne die Brände am Ankerzentrum (siehe Seite 9) war 2018 ein feuerreiches Jahr in der Region. Am meisten Aufsehen erregte der weithin sichtbare Brand in einer Produktionsanlage der Mälzerei Weyer...
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Meterhohe Flammen schlugen aus dem Dachstuhl der Malzfabrik Weyermann in Bamberg. Foto: News5/Merzbach
Meterhohe Flammen schlugen aus dem Dachstuhl der Malzfabrik Weyermann in Bamberg. Foto: News5/Merzbach

Auch ohne die Brände am Ankerzentrum (siehe Seite 9) war 2018 ein feuerreiches Jahr in der Region. Am meisten Aufsehen erregte der weithin sichtbare Brand in einer Produktionsanlage der Mälzerei Weyermann in Bamberg. Wohl ein technischer Defekt an einer Trocknungsanlage hatte Anfang August das Feuer ausgelöst, 150 Einsatzkräfte beschäftigt und rund eine Millionen Euro Schaden verursacht. Während hier keine Menschen zu Schaden kamen, kostete wenige Tage später ein Wohnungsbrand in Bamberg einem 49-Jährigen das Leben. Der schwer verletzte Mann war aus seiner brennenden Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Albrecht-Dürer-Straße gerettet und noch im Treppenhaus reanimiert worden, doch im Krankenhaus erlag er schließlich seinen Verletzungen.

Im Sommer hielten Waldbrände die Feuerwehren auf Trab. Zweimal mussten sie in den Hauptsmoorwald ausrücken. War das Feuer auf 100 Quadratmetern zwischen Pödeldorf und Kunigundenruh Anfang August noch schnell gelöscht, gestaltete sich der Einsatz Ende des Monats auf 3000 Quadratmetern ungleich schwieriger. Musste doch zunächst einmal der genaue Brandort gefunden und auf dort lagernde Munitionsreste geachtet werden. Auch zwischen Reichmannsdorf und Albach brannten im August 1000 Quadratmeter Wald, und zwischen dem unterfränkischen Stettfeld und dem oberfränkischen Staffelbach mussten 130 Einsatzkräfte sogar insgesamt rund 1,5 Hektar Wald löschen.

Schwerere Brände ohne oder mit nur leichten Verletzungen gab es auch noch in der Asylunterkunft in Breitengüßbach Anfang Januar (250 000 Euro Sachschaden), in einem Einfamilienhaus in Pommersfelden Ende März (250 000 Euro), am Dachstuhl eines Einfamilienhauses in Bamberg (150 000 Euro) und in einer Scheune Mitte August im Rattelsdorfer Ortsteil Ebing (80 000 Euro). Anfang Juni brannte es in einer Textilveredelungsfirma im Bamberger Norden. Zwei Feuerwehrleute wurden verletzt, es entstand ein Schaden von 100 000 Euro.

Verheerende Rettungsaktion

Sorgten die Brände also nur für ein Todesopfer, kam es auf den Straßen in und um Bamberg zu sechs Unfällen mit Todesfolge. Auf tragische Weise verlor Ende Mai eine 64-Jährige im Schlüsselfelder Stadtteil Thüngfeld ihr Leben. Die Frau hatte ihr Fahrzeug an einer abschüssigen Stelle ungesichert abgestellt. Als der Wagen losrollte, versuchte sie, ihn zu stoppen, kam dabei aber unter das Auto und zog sich tödliche Verletzungen zu.

Mitte Juni kam auf der Bundesstraße 26 bei Viereth-Trunstadt ein 49-jähriger Motorradfahrer ums Leben. Das Opfer aus dem Kreis Haßberge war wohl von einem 78-jährigen Opel-Fahrer beim Abbiegen übersehen worden. Zur gleichen Zeit ereignete sich ein tödlicher Unfall auf der A73, wobei auch ein 48-jähriger Motorradfahrer aus Bamberg starb. Der Unfallverursacher, ein Lastwagenfahrer, beging Fahrerflucht.

Ein 62-jähriger Coburger war nach dem Frontalaufprall an einer Eiche sofort tot. Der Unfall ereignete sich Mitte September auf der Kreisstraße BA1 zwischen Scheßlitz und Windischletten. Zwei Monate später starb eine 71 Jahre alte Autofahrerin aus dem Landkreis Bamberg bei einem Frontalzusammenstoß auf der Staatsstraße St 2244 zwischen Bamberg und Strullendorf.

Nach einem Unfall auf der Staatsstraße bei Reichmannsdorf starb Ende November ein 76-jähriger Mann aus dem Landkreis Bamberg im Krankenhaus. Ohne Fremdeinwirkung war er in einem Waldstück auf der geraden Strecke von der Fahrbahn abgekommen, gegen einen Baum geprallt und hatte sich abschließend mit seinem Mitsubishi überschlagen. mm

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