Bad Staffelstein
badstaffelstein.inFranken.de  Zahlreiche Gläubige sind zur Basilika nach Vierzehnheiligen gepilgert - auch Menschen mit Behinderung.

Behinderung hält die Pilger nicht ab

Die Wallfahrt für Menschen mit und ohne Behinderung nach Vierzehnheiligen führte zahlreiche Gläubige in die Basilika. Viele Helfer und Angehörige fassten mit an und wollten den behinderten Pilgern die...
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Kirchenschweizer Daniel Reitz (rechts) führte die Wallfahrt mit Weihbischof Herwig Gössl an.  Foto: Andreas Welz
Kirchenschweizer Daniel Reitz (rechts) führte die Wallfahrt mit Weihbischof Herwig Gössl an. Foto: Andreas Welz
Die Wallfahrt für Menschen mit und ohne Behinderung nach Vierzehnheiligen führte zahlreiche Gläubige in die Basilika. Viele Helfer und Angehörige fassten mit an und wollten den behinderten Pilgern die Wallfahrt über ein Stück des Jakobusweges erleichtern.
Weihbischof Herwig Gössl begleitete die Pilger ein Stück des beschwerlichen Weges. Das Gotteshaus wurde nach dem Einzug ein Ort der Lebensfreude. Musik und Gesang erfreute die Herzen der Pilger und ihrer Begleiter.


Organisatoren der Wallfahrt

Die Wallfahrt organisierte die katholische "Landvolkbewegung Bamberg", die "Behindertenseelsorge Bamberg" und der "katholische deutsche Frauenbund Bamberg". Einen lebhaften Ringtanz führte die Tanzgruppe der "Barmherzigen Brüder" aus Gremsdorf auf. Als Gebärdendolmetscher leisteten Pfarrer Albin Zeck und Pastoralassistent Johannes Kröner segensreiche Arbeit.
Die Blaskapelle aus Kirchaich-Dankenfeld begleitete die Wallfahrer, die von Franziskuspater Heribert Arens am Südportal der Basilika mit Weihwasser empfangen wurden. Pater Heribert begrüßte sie in der Kirche mit den Worten: "Schön, dass ihr wieder da seid."
Das Pontifikal-Wallfahrts-Amt zelebrierte Weihbischof Herwig Gössl. In seiner Predigt machte er deutlich, dass Jesus jeden Menschen erreichen wolle. "Gott braucht die Menschen, Gott braucht uns. Wir sind gerufen und berufen, die frohe Botschaft weiterzutragen", sagte er. So seien auch wir als Christinnen und Christen, die in der Nachfolge Jesu Christi leben wollen, gerufen und berufen, die frohe Botschaft nicht nur frei und offen für uns und unser Leben auf- und anzunehmen und in unserem Herzen zu bewahren, sondern auch suchende Menschen einzuladen, ein lebendiges, ein solidarisches, ein aktives Glied der Gemeinde Jesu Christi zu sein und zu werden. Man müsse nur bereit und fähig sein, dem anderen die Hand zu reichen.
An der Gestaltung des Gottesdienstes in der Basilika beteiligten sich Gruppen verschiedener Behinderteneinrichtungen. Pastoralreferent Peter Lachner aus Lichtenfels begleitete den Regens-Wagner-Chor mit Instrumentalgruppe aus Burgkunstadt auf der Gitarre.


Mitzelebranten der Wallfahrt

Sie musizierten in weißen Chorhemden und saßen den Geistlichen im Altarraum gegenüber. Die Fürbitten wurden von behinderten Menschen vorgetragen. An der großen Rieger-Orgel überzeugte Regionalkantor Georg Hagel mit einfühlsamen Variationen bei der Kommunion oder skizzierte mit wuchtigen Bässen die Bedeutung des Pontifikalamts.
Mitzelebranten waren der Gehörlosenseelsorger Karmelitenpater Gerhard Förtsch aus Bamberg, Diakon Josef Geißinger aus Stegaurach sowie auch Pfarrer Ewald Thoma aus Dankenfeld. Andreas Welz




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