Burgkunstadt

Behinderte bereichern Museum

Besucher des Burgkunstadter Schustermuseums können ab sofort "lebende Werkstätten" sehen.
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Hartmut Springfeld, der Leiter der Werkstätten St. Josef Burgkunstadt, Bürgermeisterin Christine Frieß und Betreuerin Elke Fehn bei der Beobachtung bei Werkstätten-Arbeit Fotos: Roland Diez
Hartmut Springfeld, der Leiter der Werkstätten St. Josef Burgkunstadt, Bürgermeisterin Christine Frieß und Betreuerin Elke Fehn bei der Beobachtung bei Werkstätten-Arbeit Fotos: Roland Diez
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Das Deutsche Schustermuseum ist nach dem Umbaumaßnehmen wieder eröffnet. Zusammen mit den Werkstätten Regens Wagner wurde das Ausstellungskonzept und die Nutzung neu gestaltet.

Für die Menschen mit Handicap ist nun im Erdgeschoss eine "lebende Werkstätte" eingerichtet worden. Es wurden der Eingangsbereich neu gestaltet und Vorführungen eingerichtet. Die Betreuung des Ganzen wird gemeinsam mit den Werkstätten Sankt Joseph durch Menschen mit Behinderung erfolgen. So werden bis zu sechs Arbeitnehmer mit Behinderung sowie eine Betreuungskraft hier tätig sein.

Erinnerungsstücke für Besucher

Diese Mitarbeiter kümmern sich nicht nur um Eingangskontrolle und geben Rat und Auskunft, sondern zeigen auch verschiedene Handwerkstechniken aus anderen Berufsbereichen. Es wird also nicht nur Schusterhandwerk anschaulich vorgestellt, sondern auch zum Beispiel Erinnerungsstücke für Besucher oder auch sonstige Bastelarbeiten in verschiedenster Form gefertigt.

Hartmut Springfeld, Leiter der Werkstätten St. Josef, bemerkte, dass es schön sei, eine innovative Idee mit Menschen mit und ohne Behinderung im Arbeitsbereich zusammenzuführen. "Wir werden so Begegnungen ermöglichen und Menschen mit Behinderung in die Öffentlichkeit bringen."

Sehr froh über das neue Konzept zeigte sich Bürgermeisterin Christine Frieß. Sie sprach von einer Win-Win-Situation.

Wenn man beobachte, welch innovative Arbeiten getätigt werden, wäre es schön, wenn weitere Projekte in diesem Zusammenhang angestoßen werden.

Besonderes Prädikat

Erfreut zeigten sich auch die Mitglieder der Fördervereins des Schustermuseums. Das Erlangen des Prädikates "Deutsches Schustermuseum" sei eine Besonderheit und solle immer weitergetragen werden.

Für Besucher wurde ein Gästebuch aufgelegt. Auch ist demnächst eine größere Eröffnungsfeier mit einem "Tag der offenen Tür" geplant. Die Öffnungszeiten des "Deutschen Schustermuseums" und der Werkstatt sind wie folgt: Dienstag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr und Dienstag bis Donnerstag von 14 bis 16 Uhr. Sonderführungen außerhalb dieser Öffnungszeiten können mit der Stadtverwaltung Burgkunstadt unter der Telefonnummer 09572/38813 vereinbart werden.

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